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  <title>Aktuelles</title>
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      Hier finden Sie Neuigkeiten aus der DIG-München sowie Nachrichten und News rund um unsere Themenbereiche.

    
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  <item rdf:about="http://www.dig-muenchen.de/innere-widersprueche-2013-plurale-gesellschaft-israels-umgang-mit-gesellschaftlichen-konflikten">
    <title>Innere Widersprüche – Plurale Gesellschaft:  Israels Umgang mit gesellschaftlichen Konflikten</title>
    <link>http://www.dig-muenchen.de/innere-widersprueche-2013-plurale-gesellschaft-israels-umgang-mit-gesellschaftlichen-konflikten</link>
    <description>Neue Veranstaltungsreihe der Deutsch-Israelischen Gesellschaft München und des Jüdischen Museums München beginnt am 6. Juni. 
Die international besetzte Reihe zeigt Israel als lebendige Demokratie, die gesellschaftliche Dynamik und die entsprechenden Debatten über den „richtigen Weg“ für die Zukunft des jüdischen Staates.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Seit seiner Gründung im Jahr 1948 befindet sich Israel nicht nur formal im Kriegszustand. Seine Gegner haben immer wieder bewiesen, dass sie bereit sind, ihrer martialischen Rhetorik auch Taten folgen zu lassen. In Zeiten Existenz bedrohender Gefahren wird Kritik schnell als unpatriotisch und zersetzend verstanden und ein Burgfrieden eingefordert.</p>
<p>Auf die israelische Gesellschaft trifft das nicht zu. Seit der ersten Einwanderung zionistischer Jüdinnen und Juden stellt sich die Frage, was ein jüdisches Gemeinwesen ausmacht. Dass vom Zionismus geprägte Menschen andere Vorstellungen haben als orthodox-religiöse liegt auf der Hand. So lassen sich in der Geschichte gleichermaßen Spuren sozialistischer und religiöser Vorstellungen ausmachen. Ebenso prägend sind die kollektiven Erfahrungen, die Jüdinnen und Juden bei ihrer Einwanderung mitbrachten und tradierten. So stammt etwa ein Viertel der jüdischen Bevölkerung aus Nordafrika, Äthiopien oder dem Iran. Fast eine Million Menschen sind seit dem Ende der Sowjetunion von dort eingewandert. Ihr Set kultureller Vorstellungen unterscheidet sich teilweise erheblich von dem der Pioniere und dem der Überlebenden der Shoa, die einige Jahre vorher ins Land gelangten.</p>
<p>Unter diesen Vorzeichen finden die Kontroversen in einer hochgradig fragmentierten parlamentarischen Demokratie statt, in der die Bürgerinnen und Bürger die Auseinandersetzung mit dem eigenen Staat nicht scheuen.</p>
<p>Mit unseren Veranstaltungen wollen wir dazu beitragen, die komplexen gesellschaftlichen und politischen Realitäten in Israel darzustellen und gleichzeitig die in Deutschland häufig einseitigen Assoziationen zu hinterfragen.</p>
<p>Informationen zu den jeweiligen Veranstaltungen finden Sie im Bereich Termine.</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Torsten Weber</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>Israel</dc:subject>
    
    
      <dc:subject>Kultur</dc:subject>
    
    <dc:date>2013-05-12T11:15:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.dig-muenchen.de/deutsch-israelische-gesellschaft-kritisiert-geplante-iran-reise">
    <title>Deutsch-Israelische Gesellschaft kritisiert geplante Iran-Reise</title>
    <link>http://www.dig-muenchen.de/deutsch-israelische-gesellschaft-kritisiert-geplante-iran-reise</link>
    <description>Die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) verurteilt die aktuellen Reisepläne der „Delegation für Beziehungen mit Iran“ des Europäischen Parlaments. Die Reise der EU-Parlamentarier sei in gar keiner Weise zu vermitteln, erklärte DIG-Präsident Reinhold Robbe.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<div class="page" title="Page 1">
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<p><span>Der für Anfang Mai avisierte Besuch in Teheran unter Leitung der Delegationsvorsitzenden Tarja Cronberg von den finnischen Grünen und unter Beteiligung der deutschen Linke-Abgeordneten Cornelia Ernst setzte nach Auffassung der DIG „das falsche Signal zur falschen Zeit“. Insbesondere die Tatsache, dass Cronberg bei früheren Anläufen für Besuche im Iran Termine mit von der EU sanktionierten Vertretern des iranischen Regimes geplant hatte, mache sehr deutlich, dass derartige Reisen die Sanktionsbemühungen der Europäischen Union gegenüber den iranischen Machthabern nur konterkarieren können. </span></p>
<p><span>Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Reinhold Robbe, sieht in dem geplanten Besuch eine „unverantwortliche Hofierung des iranischen Regimes: Ganz egal, was die Intentionen der europäischen Abgeordneten sein mögen – solch eine Reise kann stets nur der Legitimation der Politik des Regimes dienen, das die eigene Bevölkerung drangsaliert, Konferenzen zur Leugnung des Holocaust veranstaltet, Israel wiederholt mit der Vernichtung gedroht hat, unbeirrt an seinem Atomprogramm festhält und seit Jahren Beschlüsse des UN- Sicherheitsrates zum Stopp der Urananreicherung ignoriert.“ </span></p>
<p><span>Die Deutsch-Israelische Gesellschaft hofft, dass die Reise noch abgesagt wird und fordert, dass die Konferenz der Präsidenten des EU- Parlaments die Visite unverzüglich untersagt. </span></p>
</div>
</div>
</div>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Torsten Weber</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>Iran</dc:subject>
    
    
      <dc:subject>Antisemitismus</dc:subject>
    
    <dc:date>2013-04-27T13:04:46Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.dig-muenchen.de/augstein-debatte-unbewusste-antisemiten-und-alte-geschichten">
    <title>Augstein-Debatte: Unbewusste Antisemiten und alte Geschichten</title>
    <link>http://www.dig-muenchen.de/augstein-debatte-unbewusste-antisemiten-und-alte-geschichten</link>
    <description>In der aktuellen deutschen Antisemitismusdebatte geht es nicht darum, sich auf die Seite einer der beiden Hauptakteure zu stellen, auch wenn die Mehrzahl der Kommentatoren genau das macht, also entweder (und bei weitem mehrheitlich) hinter Jakob Augstein aufmarschiert und laut verkündet, der sei nun wirklich kein Antisemit, denn schließlich habe man bei ihm Zuhause weder die Protokolle der Weisen von Zion, noch “Mein Kampf” im Bücherregal erspäht, oder aber Henryk M. Broder zur Seite springt und mehr oder weniger originell dessen Argumentation wiederholt. Nun braucht aber keiner der beiden Fürsprecher. Broder ist intelligent und rhetorisch brillant genug, um sich selbst zu wehren, und der Multimillionär Augstein verfügt dank 25-Prozent-Anteil am “Spiegel” und der Verlegerschaft des “Freitag” über ausreichend Medienpower, um seinen Standpunkt zu vertreten und vertreten zu lassen. Durch die Personalisierung droht der wichtigste Aspekt der Angelegenheit in den Hintergrund zu rücken, dass nämlich das Simon-Wiesenthal-Zentrum Augstein auch stellvertretend für den Mainstream journalistischer deutscher “Israelkritik”, die sich seit vielen Jahren dadurch auszeichnet, dass sie gegenüber dem Staat Israel all jene Ressentiments und Klischees in Anschlag bringt, die, würde man “Israel” durch “Jude” ersetzen, lupenrein antisemitische Texte ergäben, in die Liste mit den schlimmsten antisemitischen und antiisraelischen Beleidigungen des Jahres 2012 aufgenommen hat. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Augstein hat sich als der lautstärkste und wirkungsmächtigste  Vertreter der pathologisch deutschen Unart etabliert, gegenüber Israel  weit strengere Maßstäbe anzusetzen als gegenüber jedem anderen Land der  Welt, Israel zu weit mehr aufzublasen, als es ist, zu einer “Gefahr für  den Weltfrieden” gar, für jede tatsächliche oder vermeintliche  Fehlentwicklung im Nahen Osten stets nur Israel verantwortlich zu machen  oder, wie es Augstein nachweislich tat, verschwörungstheoretisch in den  Raum zu stellen, Israel sei von 9/11 über den Mohammendfilm bis hin zum  Arabischen Frühling und amerikanischen Präsidentschaftswahlen ein  weltweit mächtiger, ja fast allmächtiger Strippenzieher. Letzteres ist  lupenreiner Antisemitismus und sollte auch von jedem, für den  Antisemitismus nicht erst mit der Errichtung von Vernichtungslagern  beginnt, als solcher erkennbar sein. Natürlich ist auch eine  unsachliche, auf Delegitmierung abzielende “Israelkritik” antisemitisch,  denn selbst wenn es nicht ins traditionelle linke Weltbild passt, ist  es historisch doch erwiesen, dass ein jüdisch dominierter Staat Israel  das Einzige ist, das eine neue Shoah verhindern kann. Was Sonntagsreden  und vermeintliche Zivilisiertheit wert sind, wenn es ernst wird, haben  Jüdinnen und Juden oft genug erlebt, nämlich nichts. Der Staat Israel  allein kann garantieren, dass Juden nie mehr ermordet werden, weil die  angeblich so Toleranten und Mutigen dann plötzlich doch feige und  tatenlos zuschauen, wenn die jüdischen Nachbarn verschleppt werden, und  weil angeblich zivilisierte Staaten keine Visa für flüchtende Juden  ausstellen wollen. Israel schützt durch seine Existenz und seine  militärische Stärke nicht nur seine Bürgerinnen und Bürger (von denen  bekanntlich nicht alle Juden sind), sondern alle Juden auf der Welt. Und  wahrscheinlich macht genau das Leute wie Augstein wahnsinnig vor Wut.  Juden als dem Wohlwollen von sich selbst als gut und gerecht empfindenen  Mensachen ausgelieferte Minderheit, das würde vielen gerade recht sein.  Juden mit Staat, Knarre und Atombombe gehen aber gar nicht und sind  dann ganz böse und gefährlich für einen fantasierten Weltfrieden, der  sich vor allem dadurch auszeichnet, dass jedes Jahr Hunderttausende  Menschen in Kriegen sterben, die die “Israelkritiker” aber nicht  interessieren, weil in diese Kriege keine Juden involviert sind.</p>
<p>Dass die Debatte eine personalisierte bleibt, dafür sorgt schon  Augsteins “Freitag”, der nun einiges unternimmt, seinem Chef  argumentativ zu helfen. Das versucht ein dort schreibender Wolfram  Heinrich, indem er einen alten Broder-Text <a href="http://www.freitag.de/autoren/wolfram-heinrich/volle-breitseite">ausgräbt</a>,  von dem Heinrich glaubt, er sei  mindestens so “Israel kritisch”, wie  die Ergüsse Augsteins.  Nun stimmt es zwar, dass das Archiv die Rache  des Journalisten ist, aber halt nur dann, wenn der Journalist sein  Handwerk beherrscht und zum Beispiel den Unterschied zwischen Kritik und  Dämonisierung kennt. Heinrich erweist Augstein mit dem zitierten Text  aus dem Jahr 1989 einen Bärendienst, denn Broder geht in dem seinerzeit  im “Semit” erschienenen Kommentar zwar hart mit der damaligen  israelischen Politik ins Gericht, prangert Untaten von IDF-Einheiten an  und kritisiert die Tendenz zur Wagenburgmentalität in der israelischen  Gesellschaft, und das alles mit der für Broder typischen sprachlichen  Schärfe und Lust an der Polemik, doch ist das eben wirkliche Kritik an  wirklichen Vorgängen, keine Projektionen und Insinuationen, wie man sie  bei Augstein findet, sobald der über Israel schreibt. Es macht einen  großen Unterschied, ob man einzelne Aspekte israelischer Politik und  Lebensrealität, wie scharf auch immer, hinterfragt, was ja durchaus  erlaubt ist und was vor allem Juden und Israelis selbst machen, oder ob  man Israel, den Juden unter den Staaten, zur Weltgefahr aufbauscht und  damit nazistische Propaganda leicht modernisiert weiterführt. Das zu  lernen wäre Aufgabe Augsteins und seiner Sympathisanten, und wenn die  das mal kapiert haben, kann man wieder nett zueinander sein. Meine  diesbezüglichen Erwartungen sind nicht allzu groß, denn beim  Antisemiten, der sich selbst nicht als solchen sieht, blocken  Abwehrreaktionen jeglichen Ansatz zur Selbsterkenntnis. Zum vom  “Freitag” veröffentlichen alten Broder-Text bleibt noch zu  sagen: Menschen haben die wunderbare Eigenschaft, dass sie ihre Meinung  ändern können, wenn sich die Realität geändert hat. Vor 23 Jahren konnte  Broder noch nichts wissen von einem atomar aufrüstenden Iran, von der  schrittweisen Ablösung der Fatah durch die noch extremere Hamas, von der  Kompromisslosigkeit der Araber in den Verhandlungen, von der  beispiellosen Terrorkampagne der “Zweiten Intifada”, von der Räumung des  Gazastreifens, die Israel dadurch gedankt wurde, dass dieses Gebiet ein  einziges großes Terroristenlager und eine einzige große  Raketenabschussbasis wurde.  Und von der immer hurtiger  voranschreitenden Verblödung und Barbarisierung der europäischen und  amerikanischen Linken, die von einseitigen Schuldzuweisungen bis hin zu  nazihaften “Kauft-nicht-beim-Juden”-Kampagnen reichen sollte.</p>
<p>Artikel mit freundlicher Genehmigung des Autors Bernhard Torsch dem Blog <a class="external-link" href="http://lindwurm.wordpress.com/">Der Lindwurm</a> entnommen.</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Torsten Weber</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>Presse</dc:subject>
    
    
      <dc:subject>Antisemitismus</dc:subject>
    
    <dc:date>2013-01-10T16:47:48Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.dig-muenchen.de/richard-wagner-jahr-kein-grund-zum-feiern">
    <title>Richard-Wagner-Jahr: Kein Grund zum Feiern</title>
    <link>http://www.dig-muenchen.de/richard-wagner-jahr-kein-grund-zum-feiern</link>
    <description>Deutschland bejubelt 2013 einen seiner rabiatesten Judenhasser.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Der Kulturbetrieb begeht 2013 das 200-jährige Jubiläum eines Problems:  Richard Wagner, der größte Komponist unter den Antisemiten und der  größte Antisemit unter den Komponisten, wurde am 22. Mai 1813 in Leipzig  geboren. Die Auseinandersetzung mit seiner Judäophobie wird  wahrscheinlich wieder nur den Charakter einer Pflichtübung annehmen  –  um desto ungestörter vor ihm das Knie beugen zu können. <br /><br /><span class="anlauf"> </span>Es  verwundert stets aufs Neue, wie bei Wagner Kunst und Person  gegeneinander aufgerechnet werden, mit dem Ziel, die Kunst vor ihrem  Schöpfer in Schutz zu nehmen. Wenn zum Beispiel Daniel Barenboim von den  »berüchtigten inakzeptablen antisemitischen Äußerungen« spricht, ist  das eine unzulässige Beschönigung. Wagners Antisemitismus beschränkt  sich keineswegs auf einige »Äußerungen«. Er ist im Gegenteil ein  wesentlicher Bestandteil seines Denkens (wovor die Wagner-Philologie  immer noch die Augen schließt). <br /> <br />Theodor W. Adorno notiert in  seinem »Versuch über Wagner«, des Komponisten Judenhass versammle »alle  Ingredienzien des späteren in sich. Der Hass führt so weit, dass die  Nachricht vom Tode von 400 Juden beim Wiener Ringtheaterbrand ihn zu  Witzen inspirierte. Selbst den Gedanken von der Vernichtung der Juden  hat er bereits konzipiert.« Wagners Judenfeindschaft ist weit entfernt  davon, eine vernachlässigbare Größe zu sein.  Er gehört zu den Ersten,  die in den theologisch und sozial-ökonomisch geprägten Antijudaismus  einen völkisch-rassistischen Ton bringen.</p>
<p>Um  das »unwillkürlich Abstoßende des jüdischen Wesens« zu erklären,  verweist der Komponist schon in seiner ersten (und bekanntesten)  Schmähschrift <span>Das Judentum in der Musik</span> (1850) auf einen »unbesieglichen« und »instinktmäßigen Widerwillen  gegen das jüdische Wesen«, von dem Nichtjuden, selbst wenn sie es  wollten, sich schlechterdings nicht befreien könnten. Wagner hofft,  diese... <a class="external-link" href="http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/14835/">hier weiterlesen</a></p>
<p>Quelle: <a class="external-link" href="http://www.juedische-allgemeine.de/">Jüdische Allgemeine</a></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Torsten Weber</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>Antisemitismus</dc:subject>
    
    
      <dc:subject>Nationalsozialismus</dc:subject>
    
    
      <dc:subject>Kultur</dc:subject>
    
    <dc:date>2013-01-08T22:05:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.dig-muenchen.de/am-anfang-wird-mel-gibson-getoetet">
    <title>"Am Anfang wird Mel Gibson getötet"</title>
    <link>http://www.dig-muenchen.de/am-anfang-wird-mel-gibson-getoetet</link>
    <description>Für alle Fans des genialen Films "The Hebrew Hammer" gibt es, der Jahreszeit angemessen, frohe Kunde: Teil 2 ist in Planung und soll per Crowdfunding finanziert werden.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Die Webseite zur Finanzierung mit der eindringlichen Bitte, sich daran zu beteiligen:</p>
<p><a class="external-link" href="http://jewcer.com/project/the-hebrew-hammer-vs-hitler">http://jewcer.com/project/the-hebrew-hammer-vs-hitler</a></p>
<p> </p>
<p>Das Interview mit dem Regisseur Jonathan Kesselman finden Sie in der Jüdischen Allgemeinen und zwar <a class="external-link" href="http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/14717">hier</a>.</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Torsten Weber</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>Kultur</dc:subject>
    
    <dc:date>2012-12-17T19:05:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.dig-muenchen.de/pax-christi-gespalten-obstuetenaktion-in-der-kritik">
    <title>Pax Christi gespalten: Obstütenaktion in der Kritik</title>
    <link>http://www.dig-muenchen.de/pax-christi-gespalten-obstuetenaktion-in-der-kritik</link>
    <description>Der antiisraelische Katholikenbund Pax Christi ist sich uneins, ob seine Boykottaktion „Besatzung schmeckt bitter“ noch Zukunft hat. Während die „Nahostkommission“ und das Präsidium hinter dem Obstboykott stehen, kritisierten andere Teile der Organisation, man nehme dabei die Assoziation „Kauft nicht bei Juden“ billigend in Kauf. Dennoch läuft die Aktion weiter.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Bei der erweiterten Präsidiumssitzung von Pax Christi  im Juni muss es hoch hergegangen sein, so liest sich zumindest die <a href="http://www.paxchristi.de/fix/files/doc/pax%20zeit%203-12.pdf">aktuelle Ausgabe</a> der „Zeitschrift der deutschen Sektion Pax Christi“. Denn der  antiisraelische Bund debattierte im Sommer offenbar seine sogenannte  Obsttütenaktion. Pax Christi hatte Anfang des Jahres in Deutschland dazu  aufgerufen, Obstprodukte mit dem Israelstempel eingehend zu prüfen und  gegebenenfalls zu boykottieren, wenn sie aus jüdischen Siedlungen im  Westjordanland stammen.</p>
<p>Im Sommer ist zwischen regionalen Bistumsstellen und Ortsverbänden  von Pax Christi dann offenbar Streit ausgebrochen: „Essen und  Rottenburg-Stuttgart stellen sich deutlich hinter die Aktion. Aus Trier,  Hildesheim, Mainz und Osnabrück/Hamburg sind starke Einwände gegen die  Obsttütenaktion erhoben worden“, heißt es im Zentralorgan der  Organisation. Kritisiert werde die „unscharfe Abgrenzung der Aktionsform  zum Israel-Boykott“ und die „scheinbar in Kauf genommene Assoziation“:  Kauft nicht bei Juden. Man mache sich auch Sorgen um die damit  verbundene öffentliche Wahrnehmung von Pax Christi, so die vermeintlich  kritischeren Teile.</p>
<p>Das Präsidium selbst steht indes voll hinter der Boykottaktion, die  ein zentrales Anliegen des katholischen Verbandes in diesem Jahr ist.  Der Delegiertenversammlung liegen laut Bericht zwei Anträge vor: Die  Bistumsstelle Essen beantragte die Unterstützung der deutschen Sektion  für die Aktion „Besatzung schmeckt bitter“ und die Regionalstelle  Osnabrück/Hamburg beantragte mit Unterstützung der Bistumsstelle Trier  deren Beendigung. Ebenfalls für die sogenannte Obsttütenaktion dürfte  sich die Sektion München ausgesprochen haben, zumal sich Rosemarie  Wechsler (Pax Christi München) in einer der letzten Ausgaben der  „Zeitschrift der deutschen Sektion Pax Christi“ noch stark dafür ins  Zeug legte.</p>
<p>Erst letzten Samstag stand Wechsler bei der <a href="http://www.facebook.com/events/303973063042149/">Pro-Gaza-Demonstration</a> vor der Münchner Feldherrenhalle auf der Rednerinnenliste. Dort wurden  zahlreiche antisemitischen Plakate gezeigt, wie zum Beispiel eines mit  der Aufschrift „Adolf Nethanjahu – <a href="http://sphotos-b.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-ash3/600196_4493170859911_1060795971_n.jpg">Stop doing what Hitler did to you</a>“ und ein anderes, nicht weniger aussagekräftiges, das auf „<a href="http://sphotos-d.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-ash3/534479_4493168619855_1053533369_n.jpg">de Joodn</a>“  hinausläuft und offen für Verständnis für Selbstmordattentäter wirbt.  Wer sich da einreiht, sollte sich an einer Boykottaktion nicht stören  können. Bei der Veranstaltung sprach auch Nicole Gohlke,  Bundestagsabgeordnete der Linkspartei aus München.</p>
<p>Erstveröffentlichung auf <a class="external-link" href="http://schlamassel.blogsport.de/">http://schlamassel.blogsport.de/</a></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Torsten Weber</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>Antisemitismus</dc:subject>
    
    <dc:date>2012-11-29T17:54:55Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.dig-muenchen.de/die-sz-bleibt-sich-treu-hamas-betreibt-lediglich-selbstverteidigung">
    <title>Die SZ bleibt sich treu: Hamas betreibt lediglich Selbstverteidigung</title>
    <link>http://www.dig-muenchen.de/die-sz-bleibt-sich-treu-hamas-betreibt-lediglich-selbstverteidigung</link>
    <description>Für die Süddeutsche Zeitung sind die Raketenangriffe der Hamas ein Akt der Selbstverteidigung. "Qualitätsjournalismus" à la SZ.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Am 21. 11. um 9:05 Uhr fand sich auf der Webpräsenz der Süddeutschen Zeitung – wie so häufig – eine typische Entgleisung der zuständigen Redaktion. Unter der Überschrift <b>200 Raketen auf Israel</b> heißt es im Subtitel: <i>"Nachdem ein Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas gescheitert ist, dauert die Gewalt an. Die israelische Luftwaffe feuert weiter auf den Gazastreifen. Die Hamas schießt zurück. Nun soll Außenministerin Clinton vermitteln."</i></p>
<p>Man muss nicht Germanistik studiert haben, um die Intention dieses tendenziösen Schreibmülls zu durchschauen: wer zurück schießt, wurde zuvor angegriffen und handelt – das muss dann gar nicht mehr gesondert betont oder formuliert werden – quasi in Notwehr. Schade, dass neben dem Lektorat in der SZ mittlerweile offensichtlich auch auf jeden journalistischen Standard verzichtet wird.</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Torsten Weber</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>Presse</dc:subject>
    
    <dc:date>2012-11-21T13:55:03Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.dig-muenchen.de/solidaritaet-mit-israel-kundgebung-am-25.-11.-in-muenchen">
    <title>Israel, wir stehen an Deiner Seite: Solidaritätskundgebung am 25. 11. in München</title>
    <link>http://www.dig-muenchen.de/solidaritaet-mit-israel-kundgebung-am-25.-11.-in-muenchen</link>
    <description>Am Sonntag den 25. Nov. 2012 um 18:00 Uhr findet am Jakobsplatz, München, eine Kundgebung zur Solidarität mit Israel statt.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Torsten Weber</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>Israel</dc:subject>
    
    <dc:date>2012-11-19T16:30:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.dig-muenchen.de/eu-hilfsgelder-an-bedingungen-koppeln-reinhold-robbe-fordert-ein-klares-bekenntnis-gegen-gewalt-und-terrorismus">
    <title>EU-Hilfsgelder an Bedingungen koppeln: Reinhold Robbe fordert ein klares Bekenntnis gegen Gewalt und Terrorismus</title>
    <link>http://www.dig-muenchen.de/eu-hilfsgelder-an-bedingungen-koppeln-reinhold-robbe-fordert-ein-klares-bekenntnis-gegen-gewalt-und-terrorismus</link>
    <description>Berlin. Zur aktuellen Entwicklung im Nahen Osten erklärt Reinhold Robbe, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG): „Die derzeitigen Militäroperationen der israelischen Armee im Gaza-Streifen richten sich gegen terroristische Ziele, von denen aus Kommandoaktionen und Raketenangriffe, die sich ausschließlich gegen die israelische Zivilbevölkerung richten, funktionsunfähig gemacht werden sollen.“</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>In diesem Zusammenhang steht auch die Tötung des Hamas-Militärchefs Al-Dschabari, der<br />für zahlreiche Terroranschläge und Raketenangriffe, bei denen Dutzende israelische<br />Zivilisten ums Leben kamen ebenso verantwortlich ist wie für die Entführung des israelischen<br />Soldaten Gilad Shalit.<br />„Ursache und Wirkung dieser Eskalation dürfen nicht verkehrt werden“, so Robbe<br />weiter. „Seit Jahren leidet die israelische Zivilbevölkerung im Süden des Landes unter einem<br />massiven Raketenbeschuss, der sich gezielt gegen Zivilisten richtet. In den vergangenen<br />Tagen wurden durch einen verstärkten Beschuss hunderter Raketen aus dem Gaza-Streifen<br />Zivilisten in Israel verletzt und getötet.“<br />Robbe forderte vor diesem Hintergrund von der deutschen und europäischen Politik ein<br />stärkeres Bekenntnis gegen Gewalt und Terrorismus, das sich auch in den Beziehungen zu<br />den Palästinensern zeigen müsse. So sei es nicht hinnehmbar, dass EU-Zahlungen an die<br />Palästinensische Autonomiebehörde für monatliche Gehälter an verurteilte palästinensische<br />Terroristen gezahlt würden, die wegen der Planung oder Durchführung von Terrorangriffen in<br />israelischen Gefängnissen sitzen. Etwa 6% des Staatsbudgets der von der Fatah<br />dominierten Palästinensischen Autonomiebehörde würden für diese monatlichen Gehälter<br />aufgewendet. „Diese verurteilten Terroristen werden damit fast unmittelbar aus EUSteuergeldern<br />bezahlt.“<br />Einer der Attentäter der zweiten Intifada, der für die Planung eines Anschlags zum Pessach-<br />Fest 2002 in Netanya mit 30 getöteten israelischen Zivilisten verantwortlich ist, erhielte so<br />monatlich 3.000 Dollar.<br />In diesem Zusammenhang forderte der SPD-Politiker erneut seine Parteiführung zum<br />Umdenken auf: „Die vor einigen Tagen beschlossene intensivierte Zusammenarbeit der SPD<br />mit der Fatah auf Grundlage gemeinsamer Werte ist nicht zielführend.“ Teile der<br />Fatah hätten dem terroristischen Kampf gegen Israel nicht abgeschworen, wie die Zahlung<br />der Gehälter zeige.<br />Nicht nur die SPD muss sich die Frage stellen, ob hier wirklich gemeinsame Werte<br />eine Kooperation ermöglichen.<br />15.11.2012</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Torsten Weber</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>Israel</dc:subject>
    
    
      <dc:subject>Pressemitteilung</dc:subject>
    
    <dc:date>2012-11-19T16:20:43Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.dig-muenchen.de/201ekolja-2013-geschichten-aus-israel201c-ein-abend-mit-dem-schriftsteller-chaim-noll">
    <title>„Kolja – Geschichten aus Israel“: Ein Abend mit dem Schriftsteller Chaim Noll</title>
    <link>http://www.dig-muenchen.de/201ekolja-2013-geschichten-aus-israel201c-ein-abend-mit-dem-schriftsteller-chaim-noll</link>
    <description>Die DIG München präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde und unterstützt vom Kulturreferat der Stadt München den Autor Chaim Noll.
Dientag, 16. Oktober, 19:30 Uhr.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Sensibel beschreibt Chaim Noll in seinen Erzählungen aus Israel kleine Begebenheiten und große Ereignisse. Zusammengenommen zeichnen sie ein detailliertes Portrait der gegenwärtigen israelischen Gesellschaft, in der Politik und Religion ganze Lebensläufe bestimmen.</p>
<p>Was bedeutet es für den aus Italien eingewanderten Alessandro, daß sich die jüdische Abstammung seiner Mutter nicht klären lässt? Warum ändert der Krieg Michaels Verhältnis zu Henry James grundlegend? Und warum ist in der Wüste mitten im Sommer Weihnachten? Und Kolja? Der stammt eigentlich aus Russland und fällt im Kampf für seine neue Heimat. Was passiert jetzt mit seinem Leichnam?</p>
<p><b>Chaim Noll</b> wurde 1954 in Ostberlin als Sohn des Schriftstellers Dieter Noll geboren. Er verweigerte den Wehrdienst in der DDR und reiste 1983 nach Westberlin aus. 1991 verließ er mit seiner Familie Deutschland und zog nach Rom. Seit 1995 lebt er in Israel.</p>
<p>Veröffentlichungen: »Der Abschied« (1985), »Berliner Scharade« (1987), »Nachtgedanken über Deutschland« (1992), »Die Wüste lächelt« (2001), »Meine Sprache wohnt woanders. Gedanken zu Deutschland und Israel« (mit Lea Fleischmann, 2006). Im Verbrecher Verlag erschienen: »Der Kitharaspieler« (Roman, 2008), »Der goldene Löffel« (Roman, 2009), »Feuer« (Roman, 2010) und die Erzählungen „Kolja“ (2012).</p>
<p><b>Die Lesung findet in deutscher Sprache statt. </b></p>
<p><b>Eintritt: 6,- Euro, ermäßigt 3,- Euro</b></p>
<p>Anmeldung erbeten unter Telefonnummer (089) 20 24 00-491 oder per Email <a href="mailto:karten@ikg-m.de">karten@ikg-m.de</a> . <br />Karten auch an der Abendkasse erhältlich.</p>
<p><b>Veranstaltungsort:</b><br />Jüdisches Gemeindezentrum, St.-Jakobs-Platz 18</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Torsten Weber</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>Israel</dc:subject>
    
    
      <dc:subject>Kultur</dc:subject>
    
    <dc:date>2012-09-22T10:54:18Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.dig-muenchen.de/ein-schlechter-scherz-adorno-butler-der-zionismus">
    <title>Ein schlechter Scherz: Adorno, Butler &amp; der Zionismus</title>
    <link>http://www.dig-muenchen.de/ein-schlechter-scherz-adorno-butler-der-zionismus</link>
    <description>Der Adorno-Preis soll am 11. September an die Philosophin und Aktivistin Judith Butler vergeben werden…
</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p><i>Von Stephan Grigat</i><br />Erschienen in Tribüne. Zeitschrift zum Verständnis des Judentums, 51. Jg., Heft 203, 3/2012.<br />Eine Kurzfassung ist als Gastkommentar am 17.8.2012 in der Wiener Zeitung erschienen.<br />Der folgende Artikel ist online unter <a class="external-link" href="http://www.hagalil.com">http://www.hagalil.com</a> erschienen.</p>
<p>Nach einem kurzen Erschrecken über ihre Eltern meinten Ende der  1960er Jahre viele Studierende in den Nachfolgestaaten des  Nationalsozialismus, es sei eine prima Idee, dem „Volke zu dienen“, und  einige ließen sich gleich von den palästinensischen Fedayin ausbilden.  Die nach Frankfurt zurückgekehrten Philosophen und Gesellschaftskritiker  Theodor W. Adorno und Max Horkheimer ahnten schon früh, wohin dieser  Aufbruch führen würde und setzten dagegen die Solidarität mit den  prospektiven Opfern. Diese Solidarität führte zwar nicht dazu, die  Bedeutung des Zionismus in vollem Ausmaß zu erfassen, aber sie  implizierte für Adorno und Horkheimer (und auch für Herbert Marcuse und  Leo Löwenthal) ganz selbstverständlich die Solidarität mit Israel als  Zufluchtsstätte für alle vom Antisemitismus Bedrohten.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund erscheint es wie ein schlechter Scherz, dass  das Vergabekomitee für den Adorno-Preis Anfang Juni in Frankfurt bekannt  gegeben hat, dass die diesjährige Ehrung am 11. September an Judith  Butler gehen soll. Butler ist nicht nur eine Vordenkerin jener  poststrukturalistischen Philosophie, die mit ihrem  antiessentialistischen Geraune entgegen ihres Selbstverständnisses in  einem fundamentalen Gegensatz zum Denken Adornos steht, sondern auch  eine internationale Aktivistin, die zum Boykott Israels aufruft. Sie  engagiert sich im „Boycott, Divestment and Sanctions movement“ (BDS),  das sich nicht etwa gegen das iranische Regime richtet, das seit über 30  Jahren Frauen mit aller Gewalt unter die Gesetze der Scharia zwingt und  Schwule an Baukräne aufhängt, sondern gegen den jüdischen Staat, der  als einziger in der Region Homosexuellen ein gleichberechtigtes und  selbstbewusstes Leben ermöglicht. Von der BDS-Kampagne haben sich  mittlerweile selbst radikale Antizionisten wie Noam Chomsky und Norman  Finkelstein distanziert, während Butler weiterhin als ihr  internationales Aushängeschild fungiert.</p>
<p>Insofern ist es auch kein Wunder, dass folgende Charakterisierung  zweier antisemitischer Terrororganisationen von der  poststrukturalistischen Meisterdenkerin stammt: „Es ist außerordentlich  wichtig, Hamas und Hisbollah als soziale Bewegungen zu begreifen, die  progressiv und links, die Teil einer globalen Linken sind.“ Nach  zahlreichen Protesten gegen diese Apologie des Djihadismus erklärte  Butler, sie fühle sich „missverstanden“; sie lehne Gewalt  selbstverständlich ab, begreife Hamas und Hisbollah aber als „Bewegungen  gegen Kolonialismus und Imperialismus”. Was in etwa bedeutet: sie  kämpfen für dieselben Ziele wie Butler, wählen aber die falschen Mittel  und sollten sich doch bitte lieber dem BDS-Movement gegen Israel  anschließen.</p>
<p>Das Kuratorium des Preises, dessen Vorsitz der Frankfurter  Kulturdezernent Felix Semmelroth inne hat und dem dieses Jahr  beispielsweise der Philosoph Rainer Frost und die Schriftstellerin  Marlene Streeruwitz angehören, lobt Butlers Beitrag zu einem „neuen  Verständnis […] der Moral“. Vielleicht meint das Komitee damit ja  Butlers Begeisterung für die Elogen der  US-amerikanisch-palästinensischen Genderforscherin Lila Abu-Lughod auf  die Burka, die, in der Wiedergabe Butlers, „wichtige kulturelle  Bedeutungen“ als Notwehrmaßnahme gegen die Verbreitung westlicher  Wertvorstellungen habe: Die Verschleierung der Frau könne auch als „eine  Übung in Bescheidenheit und Stolz“ verstanden werden und diene „als  Schleier […], hinter dem und durch den die weibliche Handlungsfähigkeit  wirken kann.“ Kritik am islamischen Tugendterror diskreditiert Butler  als „kulturimperialistische Ausbeutung des Feminismus“, als Teil einer  Strategie einer „Dezimierung islamischer Kultur“, die zur „Ausbreitung  von US-amerikanischen kulturellen Annahmen führt, wie Sexualität und  Handlungsfähigkeit zu organisieren und darzustellen seien.“ Die passende  Antwort auf eine derart kulturrelativistische Menschenverachtung haben  bereits 1979 jene iranischen Frauen formuliert, die wochenlang zu  Zehntausenden in Teheran gegen die Einführung der Zwangsverschleierung  demonstriert haben – unter der Parole „Emanzipation ist nicht westlich  und nicht östlich, sondern universal.“</p>
<p><b>Kritische Theorie &amp; Israel</b></p>
<p>Während Butler sich als vorbehaltlose Gegnerin „des Westens“ gefällt,  wussten die Kritischen Theoretiker, dass Kritik an der liberalen  Gesellschaft nur möglich ist, „wenn man die Momente, durch die man im  Westen noch leben kann, auch erwähnt“, wie Horkheimer es in den  1950er-Jahren in einem Gespräch mit Adorno formulierte. Um die Ferne von  Butlers Engagement zu Adornos Denken deutlich zu machen lohnt ein Blick  auf das Verhältnis der Kritischen Theorie zu Israel und zum Zionismus.  Am 5. Juni 1967, dem Tag des Ausbruchs des Sechs-Tage-Krieges, schrieb  Adorno an seine Wiener Freundin Lotte Tobisch: „Wir machen uns  schreckliche Sorgen wegen Israel. […] In einem Eck meines Bewusstseins  habe ich mir immer vorgestellt, dass das auf die Dauer nicht gut gehen  wird, aber dass sich das so rasch aktualisiert, hat mich doch völlig  überrascht. Man kann nur hoffen, dass die Israelis einstweilen immer  noch militärisch den Arabern soweit überlegen sind, dass sie die  Situation halten können.“ Einen Tag später sprach er öffentlich von dem  „Furchtbaren, das Israel, der Heimstätte zahlloser vor dem Grauen  geflüchteter Juden, droht.“ Zwei Jahre später war Adorno vom  Niederbrüllen des israelischen Botschafters in Frankfurt durch deutsche  linke und arabisch-nationalistische Studenten dermaßen entsetzt, dass er  in einem Brief an Herbert Marcuse gar von der Gefahr eines Umschlagens  der Studentenbewegung in Faschismus sprach.</p>
<p>Sowohl von Horkheimer als auch von Adorno gibt es zahlreiche  hellsichtige Äußerungen zur Kritik des Antiimperialismus, dessen  postmoderne Variante heute von Autorinnen wie Butler propagiert wird. In  <i>Was bedeutet: Aufarbeitung der Vergangenheit</i> schreibt Adorno:  „Das faschistische Wunschbild heute verschmilzt ohne Frage mit dem  Nationalismus der sogenannten unterentwickelten Länder[…].  Einverständnis mit denen, die in der imperialistischen Konkurrenz sich  zu kurz gekommen fühlten, und selber an den Tisch wollen, drückte schon  während des Krieges in den Slogans von den westlichen Plutokratien und  den proletarischen Nationen sich aus.“</p>
<p>Der kritische Pessimismus Adornos ist dem Zionismus in vieler  Hinsicht verwandt. Der Mainstream-Marxismus hat sich auch von der Shoah  nicht von seinem optimistischen Geschichtsverständnis abbringen lassen.  Für Zionismus und Kritische Theorie hingegen markiert der  Nationalsozialismus den welthistorischen Bruch. Der Zionismus zog die  praktischen Konsequenzen aus dem Scheitern sowohl aller  Assimilierungsversuche als auch der bürgerlichen und sozialistischen  Gleichheitsversprechen, misstraut seit dem völlig zu Recht jedem  Versöhnungsangebot und setzt auf militärische Selbstverteidigung. Die  Kritische Theorie zog die theoretischen Konsequenzen aus der Katastrophe  für Gesellschaftskritik, misstraut jedem begriffslosen Praktizismus,  jedem linken Heilsversprechen und konfrontiert jede Kritik der  Gesellschaft mit dem kategorischen Imperativ, wie Adorno ihn in seiner <i>Negativen Dialektik</i> formuliert hat: Im Stande der Unfreiheit „alles Handeln und Denken so  einzurichten, dass Auschwitz sich nicht wiederhole, nichts Ähnliches  geschehe.“</p>
<p>Die Kritischen Theoretiker haben stets vor der Möglichkeit einer  barbarischen Aufhebung des Liberalismus gewarnt. Für diese negative  Aufhebung der bürgerlichen Gesellschaft stehen historisch  Nationalsozialismus und Faschismus, dafür stehen aber auch  panarabisch-nationalistische Bewegungen, vor denen insbesondere Max  Horkheimer zeitlebens eindringlich gewarnt hat, und dafür stehen heute  unter anderem islamische Djihadisten, die von Teilen der Linken immer  wieder als legitime Bündnispartner im „Kampf gegen Imperialismus und  Kolonialismus“ ins Spiel gebracht werden. Der von Judith Butler so  leidenschaftlich bekämpfte Zionismus ist in seinen, ja ausgesprochen  heterogenen Erscheinungsformen, eine zwingend erforderliche  Notwehrmaßnahme gegen solch eine barbarische Aufhebung, die stets im  Antisemitismus zu sich findet.</p>
<p><b>Benjamin-Orden für Grimm?</b></p>
<p>Einer Judith Butler, die sich nicht zuletzt bei ihrer Edward  Said-Gedenkvorlesung 2010 in Kairo als glühende Antizionistin  positioniert hat, wird man das kaum verständlich machen können. Nachdem  bekannt wurde, dass der diesjährige Adorno-Preis an sie gehen soll, hat  der Publizist Thomas von der Osten-Sacken die Infamie dieses Vorhabens  durch folgenden Vorschlag auf den Punkt gebracht: „Dann sollte  konsequenterweise Martin Heidegger posthum noch die Martin  Buber-Medaille bekommen, Hans Grimm vielleicht einen Walter  Benjamin-Orden erhalten und Henning Mankell ein Else  Lasker-Schüler-Stipendium für seine Teilnahme auf der Mavi Marmara”,  also jener Hamas-Solidaritätsflotte, die unter scharfem Protest von  Butler &amp; Co durch die israelische Armee daran gehindert wurde, die  Blockade des von Islamisten beherrschten Gaza-Streifens zu durchbrechen.</p>
<p>Es gibt sehr gute Gründe, sich über die geplante Preisvergabe zu  empören. Alleine schon, weil sich in ihr auch eine Ignoranz gegenüber  all jenen Feministinnen ausdrückt, die ihre Gesellschaftskritik  tatsächlich ausgehend von der Kritischen Theorie Adornos versuchen zu  formulieren und dementsprechend schon früh die „Entkörperung“ in Butlers  Gendertheorien kritisiert haben. Butlers Absage an jegliches  Gesellschaft grundlegend transzendierendes Denken, das sich trotz der  kritischen Attitüde wie ein roter Faden durch ihre Schriften zieht,  steht im schroffen Gegensatz zu Adornos Sehnsucht nach dem ganz Anderen,  die trotz des Wissens um die derzeitige Unmöglichkeit ihrer  Verwirklichung in jedem Gedanken der Kritischen Theorie gegenwärtig  bleibt. Vielleicht sollte man die Preisverleihung aber auch einfach als  Ausdruck dessen begreifen, dass der Kultur- und Wissenschaftsbetrieb  sich mittlerweile dermaßen an der Demontage der Vernunft beteiligt, dass  nahezu alles möglich wird – selbst die Vergabe eines nach Adorno  benannten Preises an eine Anti-Israel-Aktivistin, die mit ihrer  Philosophie das exakte Gegenteil von Kritischer Theorie repräsentiert.</p>
<p><i>Stephan Grigat ist Lehrbeauftragter an der Universität Wien und Herausgeber von <a href="http://www.ca-ira.net/verlag/buecher/grigat-feindaufklaerung.reeducation.html">„Feindaufklärung und Reeducation. Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus“</a> und von <a href="http://www.ca-ira.net/verlag/buecher/grigat-postnazismus.revisited.html">„Postnazismus revisited. Das Nachleben des Nationalsozialismus im 21. Jahrhundert“</a>.</i></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Torsten Weber</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>Israel, Sport</dc:subject>
    
    
      <dc:subject>Antisemitismus</dc:subject>
    
    <dc:date>2012-09-02T11:38:51Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.dig-muenchen.de/die-dig-muenchen-praesentiert-fluchtpunkt-israel-2013-theaterstueck-ueber-die-wahre-geschichte-einer-tragischen-flucht">
    <title>Die DIG München präsentiert: Fluchtpunkt Israel – Theaterstück über die wahre Geschichte einer tragischen Flucht</title>
    <link>http://www.dig-muenchen.de/die-dig-muenchen-praesentiert-fluchtpunkt-israel-2013-theaterstueck-ueber-die-wahre-geschichte-einer-tragischen-flucht</link>
    <description>Gemeinsam mit dem DGB Bildungswerk Bayern und dem Kreisjugendring München-Stadt präsentieren wir am 24. Oktober im Theater am Sozialamt ein Theaterstück über den Untergang des Flüchtlingsschiffs "Struma".</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>lm Februar 1942 sank das marode Schiff “Struma” mit 769 jüdischen Flüchtlingen an Bord im Schwarzen Meer. Die Passagiere wollten Nazi-Europa den Rücken kehren und nach Palästina auswandern. Doch politische Bedenken der britischen und türkischen Regierungen, sowie ein nichtfunktionierender Motor hielten das Schiff über zwei Monate in Istanbul auf. Die Flüchtlinge mussten in menschenunwürdigen Bedingungen hausen und wurden nicht an Land gelassen. Letztlich schleppte das türkische Militär die “Struma” zurück ins Schwarze Meer, wo es dann wahrscheinlich von einem sowjetischen U-Boot versenkt wurde. Ein Stück über einen Juden,<br />auf der Suche nach der eigenen religiösen Identität, über Flucht und über die Weltpolitik, die vor dem Leid der Juden die Augen verschlossen hat.</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Torsten Weber</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>Israel, Sport</dc:subject>
    
    
      <dc:subject>Nationalsozialismus</dc:subject>
    
    
      <dc:subject>Kultur</dc:subject>
    
    <dc:date>2012-07-15T15:40:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://www.dig-muenchen.de/michael-lueders-und-die-reichen-new-yorker-juden">
    <title>Michael Lüders und "die reichen New Yorker Juden"</title>
    <link>http://www.dig-muenchen.de/michael-lueders-und-die-reichen-new-yorker-juden</link>
    <description>Wie der Nahostexperte den Irankonflikt erklärt · Von Matthias Küntzel</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Michael Lüders, der bei ARD, ZDF, RTL, SAT 1, 3sat, N24, n-tv,  Spiegel-TV und sämtlichen ARD-Hörfunkanstalten als vielgefragter  Interviewpartner agiert, präsentiert sich in seinem jüngsten Buch „Iran:  Der falsche Krieg. Wie der Westen seine Zukunft verspielt“ (C.H.  Beck-Verlag, München, Mai 2012) als Querdenker. Er stellt Gewissheiten  in Frage, liefert unorthodoxe Argumente und etabliert im lockeren  Erzählstil „Gegenöffentlichkeit“. Ein „exzellentes Buch“, schwärmt  Franziska Augstein über den Band, der es bis in die TOP 50 der  SPIEGEL-Bestsellerliste brachte. „Unbedingt lesenswert“ ruft uns auch  Gemma Pörzgen im Deutschlandfunk zu.</p>
<p>Ich habe es gelesen und halte es ebenfalls für preisverdächtig – allerdings in der Kategorie „Märchenbuch“.</p>
<p>Lüders ist nicht nur Sachbuchautor, sondern schreibt auch Romane,  wie seine Homepage verrät. In seinem Buch „Der falsche Krieg“ sind beide  Genres vermischt: Was auf den ersten Blick wie ein profunder  historischer Abriss erscheint, hält einer Quellenprüfung nicht stand.</p>
<p><b>Lüders‘ „Entdeckungen“</b></p>
<p>Lüders schreibt: Irans „Präsident Chatami hatte sich … in seinem  Schreiben an Präsident Bush 2003 für eine Zweistaatenlösung in Palästina  ausgesprochen. In Washington war man an seinem Gesprächsangebot nicht  interessiert. Ahmadinedschad hat daraus auf seine Weise die Lehre  gezogen: Mäßigung rechnet sich nicht.“ (S. 68)</p>
<p>Mir ist das Dokument, auf das Lüders hier anspielt, bekannt – es  machte seinerzeit als „Guldimann-Memorandum“ die Runde und besteht aus  einem Fax ohne Briefkopf und ohne Unterschrift, das der damalige  Schweizer Botschafter Tim Guldimann an die amerikanische Regierung  schickte.</p>
<p>Der Stellenwert dieses Fax-Dokuments ist unter Fachleuten  umstritten. Doch selbst von jenen, die ihm große Bedeutung zuschreiben,  kam bislang niemand auf die Idee, aus dem namenlosen Schreiben an das  State Department einen Brief von Präsident Chatami an US-Präsident Bush  zu machen.</p>
<p>Chatami hat dem Weißen Haus weder einen Brief geschrieben noch ein  Gesprächsangebot unterbreitet. Niemals sprach er sich für eine  Zweistaatenlösung in Palästina aus. Was Lüders hier als Fakt  präsentiert, ist Fiktion; reine Phantasie.</p>
<p>Und weiter. Lüders behauptet: „Die russische Regierung (fand) im  Januar 2006 einen Kompromiss mit der iranischen Führung, der einen  Durchbruch hätte bedeuten können. Demzufolge wäre die Urananreicherung  in Russland unter Aufsicht der IAEA erfolgt. Das spaltbare Material wäre  den Iranern  ,leihweise‘ zur Verfügung gestellt und anschließend wieder  nach Russland verbracht worden. Präsident Bush lehnte diesen Vorschlag  ab.“(63) „Die USA … verweigern sich … der Alternative, nämlich diese  Anreicherung unter IAEA-Aufsicht im Ausland vornehmen zu lassen.“(85)</p>
<p>Eine erstaunliche Behauptung! Es gibt, wenn man die Dokumente und  Berichte jener Zeit zugrunde legt, keinen Zweifel: Washington hatte den  Moskauer Vorschlag ausdrücklich unterstützt. Teheran aber war zu keinem  Zeitpunkt bereit war, seine Anreicherungsaktivitäten vollständig an  Russland zu delegieren.</p>
<p>Hätte es den von Lüders behaupteten Kompromiss gegeben, hätten ihn  die souveränen Staaten Russland und Iran verwirklichen können. Davon  konnte aber keine Rede sein: „Bundesaußenminister Steinmeier (SPD) hat  nach den ergebnislosen Atomgesprächen zwischen Iran und Russland von   ,zwei sehr, sehr verhängnisvollen Signalen aus der iranischen Regierung‘  gesprochen“, berichtete am 10. Januar 2006 die <i>Frankfurter Allgemeine</i>. „Der russische Plan wurde von den USA, Europa und China unterstützt“, berichtete am 14. Februar 2006 die <i>New York Times</i>.</p>
<p>Lüders, der grundsätzlich keine Quellen benennt, hat auch hier  Geschichte verfälscht: Bei ihm erscheint die Islamische Republik, die in  Wirklichkeit blockierte, als kompromissbereit und Washington, das den  Kompromiss unterstützte, als der Bösewicht, der erneut die Chance auf  eine Einigung zunichtemachte. Kommen wir zum dritten Beispiel.</p>
<p>Lüders erklärte am 10. Mai 2012 in einem Interview mit  Deutschlandradio Kultur: „Die Entschlossenheit [zum Angriffskrieg gegen  Iran] ist groß in Tel Aviv, es hat am 20. Januar, so berichtet die <i>New York Times</i>,  schon startende Flugzeuge gegeben in Richtung Iran. Erst im letzten  Moment wurden sie zurück  gepfiffen aus Washington, weil man die  Eskalation nicht wollte.“</p>
<p>Demnach hätte Anfang dieses Jahres um Haaresbreite ein Krieg  begonnen. Doch warum hat niemand sonst auf der Welt davon gehört? Weil  es sich erneut – Sie ahnen es bereits – um eine Erfindung unseres  „Nahostexperten“ handelt; in seiner vermeintlichen Quelle – der <i>New York Times</i> – sucht man nach diesbezüglichen Hinweisen vergebens.</p>
<p>Wer weiter recherchiert, wird in Lüders Buch auf weitere als  Tatsachen verpackte Fiktionen stoßen. Mich haben allerdings bereits die  drei genannten Beispiele schockiert.</p>
<p>Lüders – mit dem ich gemeinsam auf dem Podium saß – ist ein Mensch,  der sich wirkungsvoll als Garant „nüchterner Aufklärung“ und „sachlicher  Information“ in Empfehlung bringt. Kratzt man an diesem Lack, entpuppt  er sich als „Experte“, der es mit dem Baron von Münchhausen aufnehmen  kann.</p>
<p>Natürlich darf Herr Lüders seine ganz eigene Meinung haben; er kann  aber nicht seine ganz eigenen Fakten haben, selbst dann nicht, wenn er  sich auf seiner Homepage als „Berater des Auswärtigen Amts“ und als  „Lehrbeauftragter am Centrum für Nah- und Mittelost-Studien der Philipps  Universität Marburg“ präsentiert.</p>
<p><b>Parteilich für Teheran</b></p>
<p>Merkwürdigerweise laufen seine „ganz eigenen Fakten“ immer auf  dasselbe hinaus: Die iranische Politik erscheint in einem besseren  Licht. Wie ein grüner Faden durchziehen seine Versuche, uns den  Standpunkt Teherans plausibel zu machen, sein Buch. So beim Thema  IAEA-Kontrollen:</p>
<p>Während die Weltgemeinschaft die Islamische Republik bedrängt, den  Kontrolleuren der Internationalen Atomenergie-Agentur die Tore zu  öffnen, sucht Lüders seine Leserschaft davon zu überzeugen, dass Teheran  gut beraten sei, wenn es seine Tore weiterhin verschließt: „Die  Inspektoren beobachten, sammeln Informationen und machen Fotos, für die  sich anschließend die US-amerikanischen und israelischen Geheimdienste  und Militärs interessieren. Das liegt offenkundig nicht im iranischen  Interesse, also werden entsprechende Vorsichtsmaßnahmen getroffen.“  (82f)</p>
<p>Dessen ungeachtet geht auch Lüders davon aus, dass sich Teheran alle Komponenten einer Atomwaffen zu beschaffen sucht:</p>
<p>„Wäre es für Teheran eine strategische Option, die technischen  Möglichkeiten zum Bau der Atombombe so schnell wie möglich zu erwerben,  auf die Fertigstellung aber zu verzichten? Eindeutig ja“, antwortet der  Autor. „Diesen Weg geht Teheran gegenwärtig, ohne dabei die rote Linie  zu überschreiten. Nüchtern besehen würde die iranischen Führung  fahrlässig handeln, fasste sie diese Option nicht ins Auge.“ (85)</p>
<p>Man beachte die Ermahnung, die Lüders hier nach Teheran schickt:  „Fahrlässig“ handele Ahmadinejad, wenn er davon absähe, alle Komponenten  „zum Bau der Atombombe so schnell wie möglich zu erwerben“. Aus seiner  Identifikation mit der Bombenoption folgt Lüders Ablehnung von  Sanktionen: Für ihn ist „die Sanktionspolitik gegenüber dem Iran … ein  erkennbar falscher Schritt in die falsche Richtung.“ (126)</p>
<p>Gleichzeitig versucht Lüders den Eindruck zu vermitteln, dass es der  Obama-Administration um die iranische Bombe gar nicht geht: „Selbst  wenn die iranische Führung dem deutschen Beispiel folgen und aus der  Atomenergie aussteigen würde, hieße es vermutlich: Die bluffen doch  nur.“ (83)</p>
<p>In Wirklichkeit sei die iranische Atompolitik für Washington nur ein  Vorwand: „Sie ist, wie erwähnt, ein Mittel zum Zweck, um den  geopolitisch unliebsamen Störenfried zu isolieren, mit Hilfe von  Sanktionen in die Knie zu zwingen und ihn in letzter Konsequenz  militärisch auszuschalten.“ (79) Die Impulsgeber für diese amerikanische  Politik vermutet Michael Lüders aber keineswegs im Weißen Haus, sondern  in Jerusalem.</p>
<p>Seit Monaten, behauptet Lüders, „treiben die israelische Regierung,  die Israel-Lobby und die noch immer nicht kriegsmüden Neokonservativen  den Präsidenten [Barack Obama] in Sachen Iran vor sich her.“  Man sollte  eigentlich annehmen, empört sich der Autor, die Weltmacht USA sei in  der Lage, „Israel, einen Staat von der Größe Hessens, zur Räson zu  rufen. Stattdessen wedelt der Schwanz mit dem Hund.“ (24)</p>
<p><b>Steuert Israel Amerika ?</b></p>
<p>„Der Schwanz wedelt mit dem Hund“ – diese putzige Metapher gefiel  Lüders derart gut, dass er sie nicht nur im Text, sondern auch als  Überschrift verwendet. Jeder weiß, dass dies nicht geht: Ein Schwanz  kann ebenso wenig mit dem Hund wedeln wie ein Mini-Staat von der Größe  Israels mit den 400 Mal so großen Vereinigten Staaten von Amerika.</p>
<p>Was im realen Leben keine Chance hätte, funktioniert jedoch seit  Jahrhunderten als verschwörerische Phantasie. Diese Phantasie besagt,  dass Juden, die gerade einmal 0,2 Prozent der Weltbevölkerung stellen,  selbst noch einer Weltmacht wie den USA ihren Willen und ihren Krieg  aufzuzwingen vermögen.</p>
<p>„Die reichen New Yorker Juden üben eine Menge Druck auf die  Entscheidungsträger aus“ kolportiert Michael Lüders und leitet daraus  die Kernthese seines Buches ab: „Der Krieg gegen den Iran ist in erster  Linie Israels Krieg. Israels Führung und die Israel-Lobby wollen ihn.“  (92)</p>
<p>Schon in der Mitte der Neunzigerjahre sei es, so Lüders, dem „Wirken  der Israel-Lobby“ zuzuschreiben gewesen,  dass US- Präsident Bill  Clinton mit „einer Politik der Konfrontation“ vis-a-vis Iran begann.  „Auf Initiative der Israel-Lobby“ habe man 1995 Handelsbeschränkungen  gegen Teheran verfügt.</p>
<p>Damals sei es „mit Hilfe der Israel-Lobby“ auch gelungen, „das aus  drei Versatzstücken bestehende Mantra zur Dämonisierung Teherans  durch(zusetzen). … Erstens: Iran unterstützt Terrorgruppen. Zweitens:  Iran greift nach der Atombombe. Drittens: Iran sabotiert den  Friedensprozess“ im Nahen Osten. (53f)</p>
<p>Ein „Mantra zur Dämonisierung Teherans?“ Wenn Lüders schreibt, dass  „der Iran sein Kernwaffenprogramm im Dezember 2003 in aller Stille  ein(stellte)“ (62), geht er offenkundig selber davon aus, dass Teheran  während der Neunzigerjahre an der Bombe baute.</p>
<p>Lüders hätte mit geringem Aufwand auch die anderen beiden Punkte  jener angeblichen Dämonisierung:  – „Unterstützung von Terrorgruppen“,   „Sabotage des Friedensprozesses“ – verifizieren können. Auf das „wahr“  oder „falsch“ einer Aussage kommt es ihm aber nicht an. Er geißelt  stattdessen die „Dämonisierung Teherans“ als Vorbereitung für den Krieg:  „Jedem Krieg geht bekanntlich die Dämonisierung des Gegners voraus.“  (14)</p>
<p>Wer das Brett vor dem Kopf für einen Moment beiseitelegt, wird  erkennen, dass Bill Clinton die Politik der Mullahs in allen drei  Punkten zutreffend kritisierte. Er wird feststellen, dass die von  Clinton eingeleiteten Handelsbeschränkungen den Versuch darstellten,  eine Verhaltensänderung Teherans ohne Einsatz von Gewalt zu erreichen.</p>
<p>Noch schlimmer als seinen Vorgänger Bill Clinton soll es heute aber  den Demokraten Barack Obama erwischt haben: Dieser habe die „Machtprobe“  mit der Israel-Lobby „unmissverständlich verloren.“ (24)</p>
<p>Doch auch Kanzlerin Angela Merkel werde sich der jüdischen Allmacht,  die Lüders beschwört, nicht entziehen können: „Die Bundesregierung  (wird) im Kriegsfall kaum eine andere Wahl haben als den Wünschen Tel  Avivs zu entsprechen“ (139)  – ein Aussage,  die genauso gut von Mahmoud  Ahmadinejad sein könnte.</p>
<p><b>Den Weltkrieg entfesseln</b></p>
<p>„Der Irankrieg ist, wie ausgeführt, wesentlich Israels Krieg“,  behauptet Lüders. Warum aber sollte das kleine Israel gegen den  achtzigmal so großen Iran mit seiner zehnmal so großen Einwohnerzahl  Krieg führen wollen?</p>
<p>Jedenfalls nicht, weil die israelische Führung die Kombination von  iranischer Vernichtungsandrohung und iranischer Bombe als eine  ernsthafte Gefahr für das eigene Land betrachten würde – diese  Möglichkeit schließt Lüders aus. Mehr noch: er bezeichnet derartige  Sorgen als Zwangsvorstellungen – als „die israelische Obsession mit dem  Iran“ (95).</p>
<p>Er räumt zwar ein, dass die „unverantwortliche Rhetorik“  Ahmadinejads „zu Missverständnissen geradezu einlädt“. Richtig  verstanden sei das Ziel der „Hardliner in Teheran“ aber „nicht die  ,Vernichtung‘ Israels, sondern ein neu zu schaffender Staat ,Palästina‘  ohne jüdische Vorherrschaft über Araber und Muslime“(67) – also: gar  nicht so schlimm und gar nicht so schlecht…</p>
<p>Doch gerade deshalb, weil die Führung Israels keinen Frieden mit den  Palästinensern wolle, gerade deshalb habe sie den Krieg gegen Iran auf  die Tagesordnung gesetzt: „Die Ultranationalisten in Israel sind auf  einen äußeren Feind geradezu angewiesen. Andernfalls wären sie gezwungen  mit ihren Nachbarn Frieden zu schließen, allen voran den  Palästinensern.“ (164)</p>
<p>Damit ist das Lüders‘sche Narrativ komplett: Israel will keinen  Frieden mit den Palästinensern und setzt, um von der Palästinafrage  abzulenken, das Hirngespinst einer iranischen Bedrohung in die Welt. Als  nächstes mobilisiert es „die reichen New Yorker Juden“, um die USA mit  in den Krieg zu ziehen.</p>
<p>Die Ratio dieses Krieges hat nichts mit defensiven Motiven, sondern  allein mit „Geopolitik, Vorherrschaft – und … Ideologie“ (19) und damit  zu tun, „die Regionalmacht Iran, den einzigen Staat neben Syrien im  weiten Raum zwischen Marokko und Indonesien, dessen Politik nicht  pro-westlich ausgerichtet ist, in die Schranken zu weisen.“ (14)</p>
<p>Für dieses Ziel sei Israel bereit „das Land [Iran] mit Krieg zu  überziehen“ „ein(en) regelrechte(n) Zivilisationsbruch“ zu begehen  (127), „den Nahen und Mittleren Osten in Brand zu setzen“(8) und ein  „Chaos“ von solchen Ausmaßen zu stiften, „dass westliche Politik auf  lange Zeit nur noch damit beschäftigt wäre, die vielen Brände zu  löschen.“(134)</p>
<p>Lüders‘ apokalyptische Warnung ist nicht neu. Sie variiert eine  Melodie, die bereits in einem älteren Alarmbuch – den „Protokollen der  Weisen von Zion“ von 1905 – erklang. Die „Juden“, heißt es in diesem  Klassiker, werden, „sobald ein nichtjüdischer Staat es wagt, [ihnen]  Widerstand zu leisten, … den Weltkrieg entfesseln.“ Eine abgemilderte  Variante popularisierte Günter Grass: „Die Atommacht Israel gefährdet  den ohnehin brüchigen Weltfrieden.“</p>
<p><b>Persönliche Kontakte und kulturelles Know-How</b></p>
<p>Man wundert sich über die Parteilichkeit, mit der Lüders den  demokratischen Staat Israel bezichtigt, einen Angriffskrieg übers Knie  brechen zu wollen, während er die iranische Diktatur gegen alle  angeblichen Versuche, sie zu „dämonisieren“, verteidigt.</p>
<p>Eine mögliche Erklärung für diese Schlagseite liefert Lüders  Tätigkeit als Wirtschaftslobbyist. Der Autor ist stellvertretender  Vorsitzender der Deutschen Orientstiftung und Beiratsmitglied des  Nah-und Mittelostverein NUMOV. NUMOV zum Beispiel hat sich wiederholt  für eine Ausweitung der Wirtschaftsbeziehungen mit Iran engagiert. Kann  es da erstaunen, dass der NUMOV-Funktionär Michael Lüders  Iran-Sanktionen ablehnt und – großartig „unorthodox“! – vor einer  „Dämonisierung“ der Mullah-Diktatur warnt?</p>
<p>Lüders bestätigt sich aber nicht nur im Rahmen von Verbänden,  sondern auch ganz persönlich als Lobbyist. Er begleitet „Firmen aus dem  deutschsprachigen Raum, die sich im Nahen und Mittleren Osten engagieren  oder bestehende Geschäftsfelder erweitern möchten“, erfahren wir von  seiner Homepage.</p>
<p>Trotz der „traditionell guten Beziehungen Deutschlands zu den  nahöstlichen Staaten“ sei es „nicht immer einfach, in der Region Fuß zu  fassen“, schreibt er hier. „Persönliche Kontakte und kulturelles  Know-How sind entscheidend, um im Wettbewerb mit anderen Anbietern zu  bestehen. Diesen Vorteil garantiert Ihnen die Nahostberatung von Michael  Lüders.“</p>
<p>Von mir aus darf Herr Lüders sein Geld verdienen, wie er will.  Bemerkenswert aber ist, dass der C.H.Beck-Verlag vergaß, die  interessengebundenen Tätigkeitsbereiche seines Autors auf dem Buchdeckel  zu erwähnen.</p>
<p>Bei Lüders sind nicht nur Fiktionen und Fakten sondern auch  Berufsinteressen und „Expertisen“ vermixt. Ihn als „Nahostexporten“  vorzustellen, ohne seine Berufstätigkeit als Nahost-Wirtschaftslobbyist  zu erwähnen, kommt einem Etikettenschwindel gleich. Das ist, als würde  man einen Sheikh Ali Reza Attar als „Iranexperten“ in die Fernsehstudios  einladen, ohne zu erwähnen, dass er von Beruf der Botschafter Irans in  Deutschland ist.</p>
<p>Hätte, um ein Beispiel zu nennen, Klaus Staeck als Präsident der  Berliner Akademie der Künste den Wirtschaftslobbyisten Lüders zur  Mitgliederversammlung eingeladen, um über das Gedicht von Günter Grass  und  „über die Sicherheitslage zwischen Israel und Iran zu sprechen“?  Wohl kaum. Den „Querdenker“ und  „Nahost-Experten Michael Lüders“ zum  Vortrag einzuladen, war demgegenüber kein Problem. (ZEIT-Online, 7. Mai  2012).</p>
<p>Dieses biographische Detail kann das positive Echo auf Lüders Buch  freilich nicht erklären. Ich habe bislang lediglich eine einzige  kritische Rezension gesehen (Stephan Grigat, Der Günter Grass der  Politikwissenschaft, in: Jungle World, 7. Juni 2012)</p>
<p>Die Begeisterung dominiert. „Man würde dem Buch wünschen, dass es  die Köpfe von Millionen meiner Mitbürger erreichen möge“, schwärmte   Rupert Neudeck. Daniel Haufler (Berliner Zeitung) gab dem „brillanten  Buch über den Irankonflikt“ die Auszeichnung „besondere Empfehlung“ auf  der SZ/NDR-Bestenliste von Juni 2012, während es die Tageszeitung „junge  Welt“ als „das derzeit wichtigste Antikriegsbuch“ rühmte.</p>
<p>Sein Buch trifft und verstärkt eine Stimmung, bei der sich das im  Ausland als „German Angst“ beschriebene Phänomen mit dem tief  eingefleischten Anti-Israelismus der deutschen Linken trifft.</p>
<p>Die Angst vor Krieg verwandelt sich in Wut – nicht in jedoch in eine  Wut auf die Mullahs, die die Region umkrempeln und Israel beseitigen  wollen. Sondern in unreflektierte Wut auf eben jene, denen es in den  letzten 2000 Diaspora-Jahren immer schon verboten war, sich gegen  Drohungen und Angriffe zu wehren.</p>
<p>Natürlich ist eine Debatte über die Frage, wie sich die iranische  Atombombe noch verhindern lässt und welche produktive oder  kontraproduktive Rolle ein Militäreinsatz hierbei spielt, notwendig und  legitim. Von Lüders (wie von Grass) wird diese Debatte boykottiert. Hier  werden keine Argumente abgewogen, sondern Gewissheiten geleugnet und  Ressentiments mobilisiert.</p>
<p>Quelle: <a class="external-link" href="http://www.matthiaskuentzel.de/contents/">www.matthiaskuentzel.de</a></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Torsten Weber</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>Iran</dc:subject>
    
    <dc:date>2012-07-15T14:40:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
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  <item rdf:about="http://www.dig-muenchen.de/ein-gefuehl-das-verbindet-die-vortraege-der-dig-veranstaltungsreihe-sind-online">
    <title>Ein "Gefühl", das verbindet: Die Vorträge der DIG-Veranstaltungsreihe sind online.</title>
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    <description>Sämtliche Vorträge der Veranstaltungsreihe "Ein 'Gefühl', das verbindet – Antisemitismus in einer globalisierten Welt" stehen im Downloadbereich zur Verfügung. Zusätzlich finden Sie dort die Aufnahme der Veranstaltung "Krieg oder Frieden" mit Hamed Abdel-Samad.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Beachten Sie bitte, dass die Aufnahme zur Veranstaltung "Die Türkei, die Juden und der Holocaust" aus technischen Gründen unvollständig ist. Wir bitten um Verständnis.</p>]]></content:encoded>
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    <dc:creator>Torsten Weber</dc:creator>
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      <dc:subject>Antisemitismus</dc:subject>
    
    <dc:date>2012-05-06T13:00:16Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://www.dig-muenchen.de/antisemitische-gebrauchslyrik">
    <title>Antisemitische Gebrauchslyrik </title>
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    <description>Die "Jüdische Allgemeine" schreibt zu Günter Grass' neuer Lyrik-Offensive gegen Israel, und dem können wir uns nur anschließen:
Günter Grass macht sich Sorgen. Sorgen um den Weltfrieden. Denn der ist akut gefährdet. Durch wen? Dreimal dürfen Sie raten: »Jenes Land, in dem seit Jahren ein wachsendes nukleares Potential verfügbar aber außer Kontrolle und keiner Prüfung zugänglich ist.« Wenn Sie jetzt »Iran« sagen, haben Sie verloren. »Jenes Land« ist Israel, dessen Ankündigung, gegen die Teheraner Atompläne eventuell auch militärisch vorzugehen, schuld ist, wenn am »Ende als Überlebende wir allenfalls Fußnoten sind.«</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>So steht es in einem Gedicht des Literaturnobelpreisträgers, das am  Mittwoch gleichzeitig in der Süddeutschen Zeitung, der New York Times  und La Repubblica erschienen ist, verfasst in einer holprigen Metrik,  die an alternative Gebrauchslyrik der 70er-Jahre à la Erich Fried  erinnert. <br /><br /><span class="anlauf"></span>Noch unästhetischer  als die Form allerdings ist der Inhalt. Grass greift zurück auf einen  alten antisemitischen Topos, den er vielleicht noch aus seiner Jugend in  der Waffen-SS im Kopf hat: den von den Juden, die aus eigensüchtigen  Motiven die friedliebenden Völker der Welt in Kriege stürzen. So hat  schon Adolf Hitler 1939 im Reichstag die bevorstehende »Vernichtung der  jüdischen Rasse« gerechtfertigt.<br /><br />Günter Grass wird diesen Vergleich natürlich... <a class="external-link" href="http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/12736">hier weiterlesen</a></p>
<p>Quelle: <a class="external-link" href="http://www.juedische-allgemeine.de/">www.juedische-allgemeine.de</a></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>Torsten Weber</dc:creator>
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      <dc:subject>Antisemitismus</dc:subject>
    
    <dc:date>2012-04-05T13:25:00Z</dc:date>
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