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30.05.2017

Offener Brief der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (Arbeitsgemeinschaft München) an den Oberbürgermeister und die Stadträte der Stadt München

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Reiter, sehr geehrter Herr Bürgermeister Schmid, sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Strobl, sehr geehrte Stadträte der Stadt München, zum wiederholten Male fanden bzw. finden in von der Stadt München unterstützten Räumen in diesem Frühjahr öffentliche Veranstaltungen mit Referenten statt, die den Staat Israel diffamieren, dämonisieren oder gar zum Boykott gegen den Staat Israel aufriefen bzw. aufrufen.

Am 26. März 2017 fand im Eine-Welt-Haus die Veranstaltung „Bis zum letzten Tropfen - Wasserkrise in Palästina“ mit dem Referenten Clemens Messerschmid statt. Messerschmid schrieb wiederholt für die antiisraelische Internetzeitung „www.electronicintifada.net“. 2013 gab Messerschmid dem islamistischen Portal www.muslim-markt.de" ein Interview, in dem er Israel „Apartheid“ bzw. „Hydroapartheid“ [sic!] vorwarf.

Von 18. März bis 07. April 2017 wurde im Gasteig die einseitige, tendenziöse und Israel dämonisierende Fotoausstellung „Jerusalem – Unheilige Stadt“ des Fotografen Wolfgang Strassl gezeigt.

Am 24. Mai 2017 fand im Gasteig die Veranstaltung „50 years of occupation: How is it possible?“ statt. Eingeladen war Gideon Levy. Levy rief wiederholt zu einem politischem, kulturellen und wirtschaftlichen Boykott des Staates Israel auf, so in einem Interview im Mai 2014 (https://vimeo.com/91307593).

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft (AG München) fordert die Verantwortlichen der Stadt München auf, in Zukunft keine weiteren Veranstaltungen in von der Stadt München unterstützten Räumen mehr zuzulassen, in denen der Staat Israel dämonisiert und diffamiert wird und in denen Referenten auftreten, die zum Boykott Israels aufrufen.

Mit freundlichen Grüßen

David Goldner
(Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft München der Deutsch-Israelischen Gesellschaft)