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Wie viel Wahr­heit ist mög­lich? Der Nah­ost-Kon­flikt zwi­schen Pro­pa­gan­da, My­then und Fak­ten

Israeltage 2014
Wann 06.07.2014
von 18:00 bis 21:00
Wo Gasteig, Rosenheimerstr. 5
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Michael YochaiNir­gend­wo wird so er­bit­tert um die In­ter­pre­ta­ti­on der Ge­schich­te ge­foch­ten, um My­then, Iden­ti­tät und Moral ge­run­gen wie im Nahen Osten – zwi­schen Juden und Ara­bern, zwi­schen Ara­bern und Ara­bern, zwi­schen Juden und Juden. Die in­ter­na­tio­na­len Me­di­en zeich­nen oft ein gro­tesk ver­zerr­tes Bild der Si­tua­ti­on vor Ort. Ein Bei­spiel ist Jenin, ein Flücht­lings­la­ger im West­jor­dan­land, das 2002 zum Schau­platz blu­ti­ger Aus­ein­an­der­set­zun­gen wurde. Nach einem At­ten­tat der Hamas in Ne­ta­nya mit 30 To­des­op­fern und 140 Ver­letz­ten rück­te die is­rae­li­sche Armee IDF in Jenin ein. Die is­rae­li­sche Re­gie­rung ging davon aus, dass Jenin Ter­ro­ris­ten als Basis für viele An­schlä­ge ge­dient hatte. Teile des La­gers wur­den ab­ge­ris­sen, bei Kämp­fen kam es zu min­des­tens 75 To­des­op­fern unter Sol­da­ten und Be­woh­nern.

Das Vor­ge­hen der Armee wurde sehr un­ter­schied­lich dar­ge­stellt: Ara­bi­sche Stim­men spra­chen von einem „Mas­sa­ker“. Der Film „Jenin, Jenin“ des ara­bi­schen Is­rae­lis Mo­ham­med Bakri gab Men­schen im Flücht­lings­la­ger eine Stim­me, die schwe­re Vor­wür­fe gegen Is­ra­el er­ho­ben. Eine einst­wei­li­ge Verfügung stopp­te den Film in Is­ra­el; sie wurde vom Obers­ten Ge­richts­hof aber wie­der auf­ge­ho­ben. Die Be­grün­dung: Der Um­stand, dass ein Film Falsch­aus­sa­gen be­inhal­te, recht­fer­ti­ge keine Zen­sur. Der Film „Jenin, the true story“, von der is­rae­li­schen Armee auf Drän­gen der be­tei­lig­ten Ein­heit in Auf­trag ge­ge­ben, lässt da­ge­gen die Sol­da­ten zu Wort kom­men. Der Re­gis­seur die­ses Films, Micha­el Yochai, dis­ku­tiert an­hand der bei­den Filme mit dem Pu­bli­kum über die un­ter­schied­li­chen Sicht­wei­sen.

Mo­de­ra­ti­on: Klaus Rim­pel, Res­sort­lei­ter Po­li­tik Münch­ner tz

Micha­el Yochai ist Po­li­tik­wis­sen­schaft­ler und war zwi­schen 1993 und 2004 Chef der Film- und Fo­to­ab­tei­lung im Pres­se­spre­cher-Stab der is­rae­li­schen Armee.

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