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Vertreibung reloaded: Legenden, Mythen, Geschichten von Vertreibung im deutschen Erinnern

Vergangenen Sommer beschloss die Bayerische Staatsregierung einen Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation. Jedes Jahr soll am zweiten Sonntag im September an die „Heimatvertriebenen und Spätaussiedler“ gedacht und die „Bedeutung von Heimat im Zeitalter der Globalisierung“ unterstrichen werden. Auch in Hessen wurde ein solcher Gedenktag beschlossen und im Koalitionsvertrag nimmt sich die aktuelle Bundesregierung vor, „die mahnende Erinnerung an Flucht und Vertreibung durch einen Gedenktag lebendig zu halten“. Warum wird gerade jetzt das Thema „Vertreibung“ wieder aufgerollt? An welche erinnerungspolitischen Debatten wird angeknüpft und wie wird darin die Geschichte der Vertreibung umgedeutet und instrumentalisiert? Welche Interessengruppen benutzen dieses Thema, um die Kriegsschuld Deutschlands und den Holocaust zu relativieren?
Wann 20.05.2014
von 19:00 bis 21:30
Wo Gewerkschaftshaus, Schwanthalerstr. 64
Termin übernehmen vCal
iCal

Diese Fragen wollen wir mit Eva Hahn diskutieren. Eva Hahn hat sich in
ihrem Buch „Die Vertreibung im deutschen Erinnern“ kritisch mit den
Mythen dieser Geschichtsschreibung und der machtvollen Position der
Vertriebenenverbände auseinandergesetzt. Sie wird ihre Ergebnisse
vortragen und die aktuelle Entwicklung vor dem Hintergrund ihrer
Analysen einordnen.

Eine Veranstaltung der Gruppe Erinnerung mit Unterstützung des GEW
Stadtverbandes München und Netzwerk München.

Eintritt frei.

Es gilt Einlassvorbehalt.

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