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The Good, The Bad and The Ugly? Israel, Iran, Deutschland und der Nahostkonflikt

Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Fast ziemlich beste Freunde. 50 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und Israel." Mit Dr. Matthias Küntzel.
Wann 16.07.2015
von 19:00 bis 21:00
Wo Jüdisches Museum München, St.-Jakobs-Platz 16
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Dr. Matthias KüntzelWie kann es sein, dass Deutschland von allen EU-Staaten die mit
Abstand engsten Beziehungen – wirtschaftlich, politisch und kulturell – zu einem Land unterhält, dessen erstes außenpolitisches Ziel darin besteht, den Staat Israel auszulöschen? „Deutschland und Israel sind immer auf besondere Weise durch die Erinnerung an die Shoa verbunden“, versprach Angela Merkel 2008 in ihrer Knesset-Rede. „Es gibt nicht viele Völker, die wie Deutsche und Iraner über Jahrhunderte Freundschaft, Vertrauen und enge Beziehungen entwickelt haben. Dies stellt einen historischen Schatz dar, den es zu bewahren gilt“, erklärte der deutsche Botschafter in Tehe- ran, Bernd Erbel. Die Freundschaftsbekundung des Bot- schafters erfolgte am 3. Oktober 2011, als Mahmoud Ahma- dinejad noch iranischer Präsident war und die Leugnung des Holocaust und die antisemitische Anstachelung auf die Spitze trieb.

Mit dem lächelnden Präsidenten Rohani hat das Regime zwar sein Image verändert, nicht aber seine Politik. So kamen während des letzten Gaza-Kriegs die lautstärksten Anfeuerungsrufe für die Hamas aus Teheran. Während die Hamas ihre Raketen auf Israels Flughafen und auf das Di- mona-Atomzentrum abschoss, telefonierte der iranische Außenminister Zarif mit der Hamas-Führung, um ihr die vollständige Unterstützung seines Landes zu versichern. Präsident Rohani hetzte gegen den „eiternden zionistischen Tumor“ der „das Land mit den Körperteilen palästinensi- scher Kinder verunreinigt“ habe, während Revolutionsführer Ali Khamenei erneut betonte, dass es für Israel „nur eine Lösung – Vernichtung und Liquidierung“ gebe.

Warum bricht Deutschland seine Beziehungen mit dem Land, das Israel liquidieren will, nicht ab? Darüber spricht Dr. Matthias Küntzel, Politikwissenschaftler und Publizist, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, Mitglied im Advisory Board der UANI (United Against a Nuclear Iran) mit Sitz in New York.

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