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Musik aus Israel: Chorwerke von Orlando di Lasso, Mendelsohn Bartholdy, Brahms und Rheinberger

Kammerchor der Musikhochschule Jerusalem, Leitung Stanley Sperber in Zusammenarbeit mit dem Vokal Ensemble München, Leitung Martin Zöbeley
Wann 16.06.2011
von 19:30 bis 21:30
Wo Versöhnungskirche KZ-Gedenkstätte Dachau
Termin übernehmen vCal
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Jerusalem Academy Chamber Choir

Leitung: Stanley Sperber

Der 1969 von Avner Itai gegründete Chor besteht aus ca. 30 Sängerinnen und Sängern, die Studenten der Musikhochschule sind. Er hat sich den Ruf als einer der besten Chöre Israels erworben; wiederholt ist der Chor mit Orchestern wie dem Israel Philharmonic Orchestra, dem Jerusalem Symphony Orchestra und dem Israel Chamber Orchestra aufgetreten. Das geschah unter Dirigenten wie Leonhard Bernstein, Zubin Mehta, Gary Bertini und Daniel Barenboim.

Von 1972 bis 1985 leitete Stanley Sperber bereits den Chor und übernahm in wieder im Jahr 2000 von Aharon Halap.

Der Chor tritt in Israel bei allen wichtigen und besonderen Anlässen auf. In seiner langen Geschichte hat er in Konzertreihen wie „Mishelanu“ („von den Unseren“), den „Concerts of Excellence“ und bei den „Nights of Amadeus“ Mozarts Große Messe in C-Moll gesungen, hat an den Vocal Music Festivals 2004 und 2007 in Abu Gosh teilgenommen. In jüngster Zeit sang der Chor Händels „Dixit Dominus“ mit dem Israel Chamber Orchestra, Beethovens 9. Sinfonie mit dem Jerusalem Symphony Orchestra am israelischen Unabhängigkeitstag.

Bei einem Gastspiel in den USA im Oktober 2008 aus Anlass des 60-jährigen Bestehens des Staates Israel gab der Chor Konzerte in Boston, Baltimore, Washington, Philadelphia und New York.

Hagai Chitron, israelischer Kunstkritiker schrieb einmal: „Man kann den Leiter dieses Chores, Stanley Sperber, nur beneiden, dass er auf diesem „menschlichen Instrument“ spielen darf. Das Instrument sind Studierende der Musikhochschule, die überwiegend eine Solokarriere anstreben. Die Arbeit des Chores ist von höchster Musikalität  und Professionalität geprägt.

Vokal Ensemble München

Leitung Martin Zöbeley

Das Vokal Ensemble München wurde 1992 gegründet und besteht aus etwa 25 stimmlich ausgebildeten Sängerinnen und Sängern im Alter von 25 bis 50 Jahren. Das Repertoire umfasst alle musikgeschichtlichen Epochen vom Mittelalter bis zur Gegenwart, wobei ein Schwerpunkt der Konzerttätigkeit auf der Musik des 15., 16. und 17. Jahrhunderts liegt.

Das Ensemble erarbeitet in der Regel vier Hauptkonzerte innerhalb des Jahres: ein Passionskonzert, ein Weihnachtskonzert, sowie zwei weitere Programme im Sommer und im Herbst, zum Teil a cappella, zum Teil mit Begleitung durch Instrumente.

Dass der überwiegend geistliche Musik singt, liegt nur zum Teil am Beruf des Chorleiters, der nicht nur Dirigent und Musikwissenschaftler, sondern zugleich evangelischer Pfarrer ist. Gerade in der Alten Musik sind es nicht selten die geistlichen Stücke, die zum Schönsten gehören, was an Musik aus früheren Jahrhunderten überliefert ist. So wurde die Aufführung von J.S. Bachs Matthäuspassion am Karfreitag 2010 ein Höhepunkt in der Ensemblegeschichte.

Nicht nur die große Bandbreite an Stücken sorgt für viel beachtete Konzertaufführungen, sondern auch die Teilnahme an nationalen und internationalen Chorwettbewerben (u.a. in Gorizia, Arezzo und Tours, 1. Platz beim Bayerischen Chorwettbewerb in Regensburg 2001), die Einspielung von CDs (erhältlich sind die Johannespassion von Schütz, sowie eine CD mit Musik des Münchner Hofkomponisten Ludwig Daser). Auch der eine oder andere Ausflug in die Bühnenwelt findet breite Beachtung. So stellte das Vokal Ensemble 2002 in Strawinskys Oper „The Rake's Progress“ den Opernchor, zuletzt  (Juli 2010) wurde das Melodram „Electra“ (1781) von Christian Cannabich im Cuvillierstheater der Residenz München aufgeführt.

Das Erfolgsgeheimnis des Ensembles liegt in der Begeisterungsfähigkeit der Mitglieder für Alte Musik und selten aufgeführte Kompositionen. Sie überträgt der Leiter Martin Zöbeley seit Gründung erfolgreich auf seine Sängerinnen und Sänger und inspiriert das Ensemble immer wieder zu Höchstleistungen.

Der Eintritt ist frei.

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