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Die Türkei, die Juden und der Holocaust: Der Mythos von der Rettung der Juden in der Türkischen Republik

Veranstaltungsreihe der DIG München. Ein "Gefühl", das verbindet: Antisemitismus in einer globalisierten Welt
Wann 03.11.2011
von 19:30 bis 22:00
Wo Jüdisches Museum München, St.-Jakobs-Platz 16
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Seit der Gründung der türkischen Republik 1923 gibt sich die Türkei als Retter der Juden. Zum festen Bestandteil türkischer Politik ist seit der NS-Zeit auch die Erzählung von ihrer Beschützerrolle während der Shoa geworden. Mit diesem Mythos wird noch heute ein Schleier über das Wirken der Türkischen Republik als Nachfolgerin des Osmanischen Reichs gelegt. Die Zusammenarbeit mit dem NS-Regime, die Unterbindung der Durchfahrt der jüdischen Flüchtlingsboote Richtung Palästina und die Ausbürgerung der Juden aus den ehemaligen osmanischen Gebieten kommen in diesem „1001-Nacht“-Geschichtsbild nicht vor. Ist gerade deshalb die nationalistische und antisemitische Haltung der vermeintlich säkularen Republik gegenüber den eigenen jüdischen Staatsbürgern bis heute gesellschaftsimmanent?

Referentin: Dr. Corry Guttstadt (Turkologin, Übersetzerin, Publizistin)

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