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Die Nazis und der Nahe Osten

Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Fast ziemlich beste Freunde. 50 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und Israel." Mit Géraldine Schwarz.
Wann 23.07.2015
von 19:00 bis 21:00
Wo Jüdisches Museum München, St.-Jakobs-Platz 16
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Géraldine SchwarzDie Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg wurde oftmals als eine Phase des absoluten Chaos beschrieben. Und inmitten dieser anarchischen Zustände suchten die ehemaligen führenden Vertreter des NS-Regimes und Angehörige der SS ihr Heil in der Flucht. Tausende haben dabei
nachhaltig vom Wohlwollen derjenigen profitiert, die sie eigentlich hätten verfolgen sollen. Und dies sogar jenseits der Meere, trotz der unvorstellbaren Verbrechen, die sie begangen haben, jenseits des Atlantiks, aber auch des Mittelmeeres.

Denn was lange unbekannt war: Ägypten und Syrien heuerten hunderte NS-Männer und Kriegsverbrecher an. Deren „Erfahrungen und Kenntnisse“ sollten helfen, Armee, Polizei sowie Sicherheits- und Geheimdienste aufzubauen. Einer der Hauptfeinde dieser Länder war damals Israel. Das anhaltende nationalsozialistische Ideal dieser Männer hat dazu beigetragen, Öl ins Feuer der arabisch-jüdischen Beziehun- gen zu gießen. Die Bundesrepublik Deutschland wusste da- von, griff aber nicht ein. Der Aufruhr des kalten Krieges und der Kampf der jungen deutschen Republik um wirtschaftliche Partner hat den Nazis eine zweite Chance eröffnet.

Mehr als 60 Jahre danach hat die deutsch-französische Journalistin und Filmemacherin Géraldine Schwarz über diese geheime Geschichte ermittelt. Sie hat in Ägypten noch nie interviewte Zeitzeugen entdeckt und in dem Archiv der CIA, des BND und des deutschen Auswärtigen Amtes recherchiert.

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