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Antisemitismus in der Einwanderungsgesellschaft

Eine Veranstaltung der Fachstelle für Demokratie - gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit der Landeshauptstadt München, der Evangelischen Stadtakademie München, des BayernForums der Friedrich-Ebert-Stiftun und des Münchner Forums für Islam e.V.
Wann 24.11.2015
von 19:00 bis 22:00
Wo Evangelische Stadtakademie München, Herzog-Wilhelm-Str. 24
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Aktuelle Studien wie die Mitte-Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zeigen auf, dass sich der Antisemitismus in den letzten Jahren ausdifferenziert hat. Während der klassische Antisemitismus abnimmt, ist die Form des sekundären (d. h. Schuldabwehr, jede Art von Holocaust-Leugnung und -Relativierung) und des israelbezogenen Antisemitismus weit verbreitet.

Es wird deutlich, dass judenfeindliche Äußerungen längst nicht nur von Anhängern der extrem Rechten getragen werden, sondern auch in der „Mitte der Gesellschaft“ weit verbreitet sind. Hinzu kommen seit einigen Jahren Berichte über einen neuen Antisemitismus, als dessen Träger meist (junge) Migrant_innen aus dem Nahen Osten identifiziert werden.

Aktuelle Ereignisse, wie die Attentate in Paris und Kopenhagen, erwecken den Eindruck, dass hier ein muslimisches Problem besteht. Was ist über die Verbreitung antisemitischer Stereotype unter Muslimen bekannt?

Welche Rolle spielen eigene Ausgrenzungser- fahrungen und Diskriminierung? Wie verhält sich die Präsenz der Erinnerung an den Holocaust zu postkolonialen Verfolgungsgeschichten? Inwieweit stellt die Diagnose eines importierten Antisemitismus auch eine Entlastungsstruktur für die Mehrheitsgesellschaft dar?

Es diskutieren:

Ahmad Mansour

Diplom-Psychologe, Programme Director bei der European Foundation for Democracy in Brüssel, freier Autor, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Gesellschaft Demokratische Kultur (ZDK), Mitarbeiter bei der Beratungsstelle HAYAT, sowie Gruppenleiter beim HEROES-Projekt in Berlin.

Dr. Juliane Wetzel

Historikerin, wiss. Mitarbeiterin des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin.

Dr. Stefan Jakob Wimmer

Vorstandsmitglied im Münchner Forum für Islam e. V. (MFI), Fachreferent an der Orientabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek. Mitgründer und 1. Vorsitzender der Freunde Abrahams e. V.

Eintritt frei


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