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21.11.2012

Die SZ bleibt sich treu: Hamas betreibt lediglich Selbstverteidigung

Für die Süddeutsche Zeitung sind die Raketenangriffe der Hamas ein Akt der Selbstverteidigung. "Qualitätsjournalismus" à la SZ.

Am 21. 11. um 9:05 Uhr fand sich auf der Webpräsenz der Süddeutschen Zeitung – wie so häufig – eine typische Entgleisung der zuständigen Redaktion. Unter der Überschrift 200 Raketen auf Israel heißt es im Subtitel: "Nachdem ein Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas gescheitert ist, dauert die Gewalt an. Die israelische Luftwaffe feuert weiter auf den Gazastreifen. Die Hamas schießt zurück. Nun soll Außenministerin Clinton vermitteln."

Man muss nicht Germanistik studiert haben, um die Intention dieses tendenziösen Schreibmülls zu durchschauen: wer zurück schießt, wurde zuvor angegriffen und handelt – das muss dann gar nicht mehr gesondert betont oder formuliert werden – quasi in Notwehr. Schade, dass neben dem Lektorat in der SZ mittlerweile offensichtlich auch auf jeden journalistischen Standard verzichtet wird.

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