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06.12.2013

Stellungnahme der DIG München zur geplanten "Nakba"-Ausstellung

Kein Beitrag zur Friedenserziehung! Der Vorstand der Deutsch-Israelischen Gesellschaft München kritisiert die Entscheidung der Montessori Fachoberschule, eine zutiefst einseitige, geschichtsverfälschende und israelfeindliche Ausstellung eines Vereins aus Baden-Württemberg im Unterricht einzusetzen. Schülerinnen, Schülern und Besuchern Israelis ausschließlich als Täter und Palästinenser ausschließlich als Opfer zu präsentieren, wird der Komplexität des Nahostkonflikts in keinster Weise gerecht.

Die Montessori Fachoberschule München (MOS) plant, vom 15.12.2013–15.02.2014 die Ausstellung „Nakba“ des Vereins Flüchtlingskinder im Libanon e.V. zu zeigen und sie für den Unterricht zu nutzen. Doch diese Ausstellung verschweigt den Besucherinnen und Besuchern eine Fülle von historischen Fakten. Um nur einige wenige zu nennen:

  • Die politischen Führer der Palästinenser hatten vor der Gründung des Staates Israel alle Versuche einer friedlichen Einigung abgelehnt. Im Gegenteil: sie hatten dazu aufgerufen „Die Juden ins Meer zu treiben“.
  • Im Rahmen der kriegerischen Auseinandersetzungen kam es zu Vertreibungen auf beiden Seiten. So wurden viele tausend Juden aus ihren arabischen Heimatstaaten vertrieben. In Israel wurden die Flüchtlinge integriert, während sie in arabischen Staaten seit 1948 in Lagern leben müssen und sozial benachteiligt werden.
  • Die arabischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger Israels genießen alle bürgerlichen und demokratischen Rechte sowie kulturelle Autonomie. In vielen israelischen Städten hat sich ein Miteinander jüdischer, muslimischer und christlicher Bewohnerinnen und Bewohner entwickelt.

Der Vorsitzende der DIG München, Torsten Weber, appelliert an die Schulleitung der MOS, diese Ausstellung nicht zu zeigen:

„Diese Ausstellung mit ihrem geschichtsrevisionistischen Heimatvertriebenenkult ist weder ein Beitrag zur Friedenserziehung noch eine Hilfe für modern denkende Palästinenser. Wer die Minderheit der Juden im Nahen Osten als kollektive Verbrecherbande darstellt, präsentiert kein pädagogisches Konzept sondern legt den Grundstein für antisemitische Worte und Taten.“

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