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12.05.2013

Innere Widersprüche – Plurale Gesellschaft: Israels Umgang mit gesellschaftlichen Konflikten

Neue Veranstaltungsreihe der Deutsch-Israelischen Gesellschaft München und des Jüdischen Museums München beginnt am 6. Juni. Die international besetzte Reihe zeigt Israel als lebendige Demokratie, die gesellschaftliche Dynamik und die entsprechenden Debatten über den „richtigen Weg“ für die Zukunft des jüdischen Staates.

Innere Widersprüche – Plurale Gesellschaft:  Israels Umgang mit gesellschaftlichen Konflikten

Tel Aviv

Innere Widersprüche – Plurale Gesellschaft:  Israels Umgang mit gesellschaftlichen Konflikten

Seit seiner Gründung im Jahr 1948 befindet sich Israel nicht nur formal im Kriegszustand. Seine Gegner haben immer wieder bewiesen, dass sie bereit sind, ihrer martialischen Rhetorik auch Taten folgen zu lassen. In Zeiten Existenz bedrohender Gefahren wird Kritik schnell als unpatriotisch und zersetzend verstanden und ein Burgfrieden eingefordert.

Auf die israelische Gesellschaft trifft das nicht zu. Seit der ersten Einwanderung zionistischer Jüdinnen und Juden stellt sich die Frage, was ein jüdisches Gemeinwesen ausmacht. Dass vom Zionismus geprägte Menschen andere Vorstellungen haben als orthodox-religiöse liegt auf der Hand. So lassen sich in der Geschichte gleichermaßen Spuren sozialistischer und religiöser Vorstellungen ausmachen. Ebenso prägend sind die kollektiven Erfahrungen, die Jüdinnen und Juden bei ihrer Einwanderung mitbrachten und tradierten. So stammt etwa ein Viertel der jüdischen Bevölkerung aus Nordafrika, Äthiopien oder dem Iran. Fast eine Million Menschen sind seit dem Ende der Sowjetunion von dort eingewandert. Ihr Set kultureller Vorstellungen unterscheidet sich teilweise erheblich von dem der Pioniere und dem der Überlebenden der Shoa, die einige Jahre vorher ins Land gelangten.

Unter diesen Vorzeichen finden die Kontroversen in einer hochgradig fragmentierten parlamentarischen Demokratie statt, in der die Bürgerinnen und Bürger die Auseinandersetzung mit dem eigenen Staat nicht scheuen.

Mit unseren Veranstaltungen wollen wir dazu beitragen, die komplexen gesellschaftlichen und politischen Realitäten in Israel darzustellen und gleichzeitig die in Deutschland häufig einseitigen Assoziationen zu hinterfragen.

Informationen zu den jeweiligen Veranstaltungen finden Sie im Bereich Termine.

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