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14.02.2011

Anti-Defamation-League-Preis an Dr. Matthias Küntzel verliehen

Zur Verleihung des „Paul Ehrlich - Günther Schwerin Human Rights Award“ der Anti Defamation League (ADL) an Dr. Matthias Küntzel am 11.2.2011 in Palm Beach, Florida.

Anti-Defamation-League-Preis an Dr. Matthias Küntzel verliehen

Der unregelmäßig verliehene, renommierte Menschenrechtspreis ehrt herausragende Europäer, die sich im Kampf gegen Antisemitismus und Intoleranz besonders verdient gemacht haben.
Frühere Preisträger waren unter anderem der frühere Bundesinnenminister Otto Schily, Gert Weisskirchen, langjähriges Mitglied des Bundestages und OSZE-Repräsentant, Rudolf Scharping, ehemaliger Verteidigungsminister, und die langjährige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth.
Die Anti-Defamation League (ADL) wurde 1913 mit dem Ziel gegründet, der Diffamierung von Juden entgegenzutreten, und ein gerechtes und faires Zusammenleben aller Menschen zu ermöglichen. Sie ist inzwischen eine der führenden Menschenrechtsorganisationen, die sich besonders gegen Antisemitismus und alle Formen von religiösem Fanatismus wendet, und für Bürgerrechte und demokratische Ideale eintritt.
Abraham Foxman, Präsident der ADL, betont in der Ankündigung der Preisverleihung, dass Dr. Küntzel „ein hervorragend geeigneter Empfänger des Paul Ehrlich-Günther Schwerin Human Rights Award 2011" sei.
Der Paul Ehrlich-Günther Schwerin Human Rights Award wird in unregelmäßigen Abständen seit 1998 verliehen. Er wurde nach dem jüdischen Arzt und Nobelpreisträger Paul Ehrlich und seinem Enkel Günther K. Schwerin benannt.
Günther Schwerin führte das Vermächtnis seines Großvaters weiter, gegen Hass und Intoleranz zu kämpfen, und sorgte 1947 dafür, dass das heutige Paul-Ehrlich-Institut wieder den Namen seines ersten Direktors tragen durfte. Er etablierte diesen Preis, um diejenigen zu ehren, die in Deutschland und Europa für Toleranz und Werte und gegen Antisemitismus kämpfen.
Matthias Küntzel, Jahrgang 1955, ist Politikwissenschaftler und Publizist. Er promovierte 1991 mit der Note summa cum laude am Fachbereich Internationale Beziehungen an der Universität Hamburg. Er ist externer Mitarbeiter des Vidal Sassoon International Center for the Study of Antisemitism (SICSA) an der Hebrew-University in Jerusalem sowie Vorstandsmitglied und Mitgründer von SPME-Germany. Seine Texte  über die Themenbereiche Islamismus, Antisemitismus, Holocaust-Leugnung und Iran wurden in  über 10 Sprachen  übersetzt. 2005 machte er die Existenz antisemitischer Schriften an den Iran-Ständen der Frankfurter Buchmesse publik und schrieb darüber im Wall Street Journal.
Seit vielen Jahren ist er ein begehrter Konferenzsprecher, so war er keynote-speaker bei der Konferenz Genocide and Terrorism – Probing the Mind of the Perpetrator der Yale University, New Haven, USA 2003, referierte vor dem Europaparlament in Brüssel sowie in Wien, London und Berlin über die deutschen und europäischen Geschäftsbeziehungen mit Iran, und war 2008 Referent beim Global Forum For Combating Antisemitism im israelischen Auswärtigen Amt. 2009 nahm er als einziger deutscher Experte an der vom britischen Außenministerium veranstalteten London Conference on Combating Antisemitism teil.
Die englische Version seines Buches Djihad und Judenhass (Jihad and Jew-Hatred - Islamism, Nazism and the Roots of 9/11, Telos Press, New York 2007) wurde mit dem „Grand Prize“ des London Book Festival 2007 und der “Golden Medal” 2008 des amerikanischen Independent Publisher Book Awards ausgezeichnet.
Zuletzt erschien von Matthias Küntzel das Buch: Die Deutschen und der Iran. Geschichte und Gegenwart einer verhängnisvollen Freundschaft, Berlin 2009.

Homepage von Dr. Matthias Küntzel